Betriebsbesuch des Landrates in der frischBack GmbH

Wenn man Bäcker backen könnte

Arnstadt (ke) - In der Woche vor der Landratswahl im Ilm-Kreis schienen die Betriebsbesuche des amtierenden Landrates kein Ende zu nehmen.  Neben Arnstadt Kristall, der Heller Maschinen GmbH und der SCA Packaging Arnstadt GmbH stand mit der frischBack GmbH auch einer der größten Arbeitgeber der Region auf der Besuchsliste.

Bild anzeigen

Schauten gemeinsam in die etwas größeren Schüsseln: Knut Vettrich, Tankred Schipanski, Michael May (Produktionsleiter) und Benno Kaufhold (v.l.n.r.).

© Foto: Kerstin Engelmann

„Unsere Grenze ist immer die Frische“, erläutert Wolfgang Lutz, seit einem Jahr kaufmännischer Geschäftsleiter, einen Teil der Firmenphilosophie. Mit rund 150 Filialen sei man momentan sehr gut aufgestellt. Trotzdem wolle man das Filialnetz weiter verdichten, sich allerdings nicht weiter in die Fläche ausweiten, um in jeder Filiale absolute Frische zu gewährleisten. Hinzu kommen noch 80 Filialen der Helbing-Gruppe, die seit 2010 als Mehrheitsgesellschafter an der frischBack GmbH Arnstadt beteiligt ist. „In dieser Zeit sind über 20 Filialen neu entstanden, viele wurden total neu gestaltet“, so Geschäftsführer Tobias Helbing. Eines dieser Aushängeschilder befindet sich im Arnstädter Ilmkreis Center. Auf über 200 Quadratmetern präsentiert frischBack dort eine Filiale der neusten Generation. Auch in die Logistik und den Vertrieb habe man kräftig investiert, führt Helbing fort. Regionalität stehe für frischBack ganz oben auf der Agenda. „Das wird vermutlich Bio schlagen“, sagt Wolfgang Lutz voraus. Alle Filialen werden von den drei Produktionsstandorten Arnstadt, Schmalkalden und Leinefelde beliefert. Man wolle den Kunden „ein ehrliches Produkt“ anbieten. Dazu gehöre neben der Besinnung auf das traditionelle Bäckerhandwerk auch, dass zur Rhabarberzeit Rhabarberkuchen und zur Apfelzeit  Apfelkuchen zum Angebot gehört. Auch das Brot habe einen besonderen Stellenwert im traditionell ausgerichteten Unternehmen. Ja, es werde geradezu zelebriert.

Nur wer das Brot in Zukunft backen soll, bereitet dem dritten Geschäftsführer Michael Voigt zunehmend Kopfzerbrechen. Seit Jahren bemüht sich das Unternehmen vergeblich um Bäckerlehrlinge. „Wenn wir könnten, würden wir uns ein paar Bäcker backen“, fasst er das Dilemma kurz zusammen. Im Moment bildet das Unternehmen 23 Jugendliche aus. „Schon aufgrund der Fachkräftelage sind wir bemüht, jeden Ausgebildeten auch im Unternehmen zu halten, sei es im Verkauf, der Verwaltung oder im IT-Bereich“, so Voigt weiter. Am Arnstädter Produktionsstandort  sind momentan 100 Mitarbeiter beschäftigt. Über 500 Fachverkäuferinnen bringen die Produkte in den Filialen an den Kunden.

Während des Betriebsrundgangs konnte sich Landrat Benno Kaufhold in Begleitung von Bundestagsmitglied Tankred Schipanski und Bürgermeisterkandidat Knut Vettrich davon überzeugen, dass es sich bei der frischBack GmbH nach wie vor um einen Handwerksbetrieb und nicht um eine industrielle Großbäckerei handelt.

Bewerten Sie diesen Artikel

1.3
1,3 (3 Stimmen)

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Noch keine Kommentare vorhanden

Zu diesem Artikel wurde noch kein Kommentar hinterlassen, schreiben Sie doch den ersten.

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder
Als Startseite festlegen Facebook Twitter RSS-Feeds Mobile