Sonneberg/Erfurt (Barmer GEK/rl) - Laut Angabe des Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit, waren fast 95 Prozent der Schulanfänger 2009 und 2010 vollständig geimpft. Trotzdem gab es in diesem Jahr bereits elf registrierte Erkrankungsfälle, das sind zehn Fälle mehr als 2010. Diese Entwicklung ist durchaus besorgniserregend.
„Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit, sondern eine hoch ansteckende Erkrankung, die auch bei Erwachsenen zu schweren Komplikationen wie Lungen- oder Gehirnentzündungen führen kann“, warnt Thomas Schmid, Sprecher der Barmer GEK in Thüringen. Bundesweit registrierte das Robert-Koch-Institut seit Jahresbeginn mehr als 1.600 Fällen. Das sind bereits doppelt so viele Erkrankungen wie im gesamten Jahr 2010.
Besonders gefährdet sind neben ungeimpften Erwachsenen auch Kleinkinder unter einem Jahr in Krabbelgruppen, denn erst ab dem 11. Lebensmonat wird eine Impfung von Experten empfohlen. Für den vollständigen Schutz gegen Masern ist allerdings eine zweite Impfung notwendig. Diese muss innerhalb der folgenden 24 Monate nach Erstimpfung erfolgen. „Um nicht zum Überträger von Masern zu werden, sollte jeder seinen Impfschutz überprüfen und eventuell fehlende Impfungen umgehend beim Haus- bzw. Kinderarzt nachholen“ rät Schmid dringend.
Es sei nicht sinnvoll, eine Erkrankung ohne Impfschutz durchzustehen, denn auch nach Abklingen der Krankheitssymptome können Spätkomplikationen auftreten, die tödlich enden. Weitere Informationen über Masern unter www.barmer-gek.de/103547.
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