Schmalkalden/Meiningen (tk) - Mit sofortiger Wirkung hat Landrat Peter Heimrich (SPD) an seinem ersten offiziellen Arbeitstag Kreiswerke-Geschäftsführer Frank Schönewolf beurlaubt. Diese Entscheidung habe der neue Amtsinhaber dem bisherigen Unternehmensleiter eigentlich persönlich mitteilen wollen. Bei seinem gestrigen Antrittsbesuch in der Schmalkalder Verwaltung des Konzerns war Schönewolf jedoch nicht im Unternehmen anzutreffen, sodass es bisher nur zu einem telefonischen Gespräch kam.
Schönewolf hatte zuvor bereits seinen Rückzug aus dem Konzern angekündigt und hätte die Kreiswerke ohnehin zum 31. Juli 2012 verlassen. Die vorherige Beurlaubung habe Heimrich eigenen Angaben zufolge vorgenommen, damit dem Unternehmen ein sofortiger Neuanfang gelingen kann. In seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender würdigte er die Verdienste Schönewolfs und betonte noch einmal sein Bedauern über dessen Kündigung.
Mit dem vorzeitigen Ausscheiden des Unternehmensleiters übernimmt nun die designierte Geschäftsführerin Beate Wachenbrunner das operative Geschäft. Die 45-jährige Kaltenwestheimerin war am vergangenen Mittwoch durch den Aufsichtsrat der Kreiswerke zur neuen Unternehmensleiterin bestellt worden. Zuvor hatte es zwischen Alt-Landrat Ralf Luther und neuem Amtsinhaber Heimrich Unstimmigkeiten über die Modalitäten des Bewerbungsverfahrens gegeben.
Neben Schönewolf verlassen auch die bisherige Controllerin und die Buchhalterin das Unternehmen. „Beide Mitarbeiterinnen haben offenbar mit dem Unternehmen abgeschlossen“, bedauerte Heimrich die Entscheidung der beiden Frauen. Es werde nun schnellstens nach einem adäquaten Ersatz gesucht, damit dem Konzern keine Nachteile entstehen.
Für die kommenden Tage kündigte Heimrich Besuche in allen Tochterunternehmen des Konzerns an. Dabei wolle er mit den jeweiligen Geschäftsführern ins Gespräch kommen. Den Kreiswerken Schmalkalden-Meiningen sind unter anderem die Meininger Busbetriebs GmbH und das Kreiskrankenhaus Schmalkalden angeschlossen.
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