Von "Opferrente" bis Akteneinsicht

Tag der offenen Tür bei Stasi-Unterlagenbehörde Suhl

Suhl (wotan/Aschenbach) - Am 09. Juni 2012 von 13.00 Uhr bis 19.00 Uhr wird im Rahmen des Tages der offenen Tür in der BStU-Außenstelle Suhl, Weidbergstraße 34 wieder ein Beratungsangebot zu Fragen der Rehabilitierung von SED-Unrecht unterbreitet.

Seit zehn Jahren bietet die "Beratungsinitiative" im Auftrag der Thüringer Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen regelmäßig Beratungstage an, um die Bürger in die Lage zu versetzen, sich zu den Rehabilitationsmöglichkeiten nach den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen und die daran geknüpften Entschädigungs- und Unterstützungsleistungen für Betroffene und Hinterbliebene zu informieren.
Im Einzelnen geht es um strafrechtliche, verwaltungsrechtliche und berufliche Rehabilitierungen. Im Rahmen strafrechtlicher Rehabilitierung können rechtsstaatswidrige Urteile der DDR-Gerichte wie beispielsweise staatsfeindliche Hetze, Republikflucht oder Verbindungsaufnahme aufgehoben werden. Auch verwaltungsrechtliche Rehabilitierung ist möglich. Das betrifft zum Beispiel Enteignungen, Zwangsaussiedlung oder Exmatrikulationen. Weiterhin ist auch eine berufliche Rehabilitierung zu erreichen, wenn politische Eingriffe in Ausbildung oder Beruf, wie Schulverweise, Kündigung oder Entzug der Gewerbeerlaubnis nachgewiesen werden können.
Das Stellen von Rehabilitierungsanträgen ist bis 2019 möglich. Zu Beratungsgesprächen ist keine Voranmeldung erforderlich und es besteht die Möglichkeit, telefonische Anfragen unter 0176 70513462 an Frau Weinrich oder Casper zu richten.

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