Stadtroda (HH) – Die einzige höhere Bildungsanstalt für den Agrarsektor in Thüringen führte gestern und heute Informationstage für interessierte Jugendliche durch. Der Andrang hielt sich zwar in Grenzen – trotzdem muss die Schule nicht um ihre Zukunft bangen.
Ganz aktuell ist nämlich der beschlossene Ausbau der Schule, denn das ehrwürdige Alter von 90 Jahren hat seine Spuren hinterlassen. Fachlich allerdings scheint man auf der Höhe der Zeit – mit modernen Fachkabinetten, Lehr- und Demonstrationsanlagen, Wohnheim und Mensa. Studenten aus Stadtroda erhielten deutsche und internationale Auszeichnungen, zum Beispiel im vergangenen Jahr auf der Agrarmesse in Paris. 16 Lehrer unterrichten hier etwa 190 junge Menschen. Die müssen nicht nur eine abgeschlossene Berufsausbildung mitbringen, sondern auch mindestens ein Jahr Arbeit in einem landwirtschaftlichen Betrieb nachweisen. Das Studium geht über zwei Jahre und beinhaltet wiederum ein Jahr Praktikum. Neuerdings wird der Abschluss hier auch als Bachelor anerkannt. Mit ihm kann man dann nicht nur Fach- und Leitungsfunktionen in der Landwirtschaft ausüben, sondern erhält auch eine Ausbildungsberechtigung für Lehrlinge. Und: die Absolventen aus Stadtroda sind gefragt. Bisher hat noch jeder der insgesamt 17.000 erfolgreichen Abgänger einen Job gefunden.
Klaus Präger, Leiter Fachschule für Agrar- und Hauswirtschaft in Stadtroda
© HH
Noch keine Kommentare vorhanden