Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany eröffnet Geschäftsstelle in Thüringen

Duisburg/Erfurt (I.S.A.R.) - Die Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany (International Search and Rescue) ist mit einer Geschäftsstelle in Thüringen vertreten.

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Nach dem schweren Erdbeben in Haiti war I.S.A.R. im Einsatz

© AFP

Künftig werden von Erfurt aus die Aktivitäten der Hilfsorganisation im Freistaat koordiniert. Dies betrifft insbesondere die Aus- und Weiterbildung der aus Thüringen stammenden Mitglieder, die Gewinnung neuer Mitglieder und die Pflege der Kontakte zu I.S.A.R. Partnern in der Region. Bereits jetzt bestehen enge Kontakte zur Feuerwehr Facheinheit Rettungshunde/Ortungstechnik Thüringen in Marlishausen (Ilm-Kreis). Mehrere Mitglieder der Facheinheit gehören zur Einsatzmannschaft von I.S.A.R. Germany und waren bereits in Pakistan, Indonesien, Haiti und Tunesien im Einsatz. I.S.A.R. war außerdem schon zu Übungen im Freistaat, um sich auf Einsätze vorzubereiten.

I.S.A.R. Germany ist eine gemeinnützige Hilfsorganisation. Sie ist neben dem THW die einzige deutsche Hilfsorganisation, die von der UNO-Unterorganisation INSARAG für internationale Einsätze zertifiziert ist. Die Aufgabe von I.S.A.R. ist es, internationale Hilfe u.a. nach Naturkatastrophen, Unglücksfällen und Hungersnöten zu leisten. Spezialisiert ist die Organisation auf die Suche und Rettung von vermissten und verschütteten Menschen.

Neben Rettungshundeteams setzt I.S.A.R. Germany auch mit modernster Technik ausgestattete Bergungsspezialisten ein. Ein weiterer Schwerpunkt ist die medizinische Betreuung von Menschen in Katastrophen- und Krisengebieten. Dafür stehen der Organisation Notfallmediziner und Rettungsassistenten zur Verfügung.

Die Mitglieder von I.S.A.R. Germany arbeiten ehrenamtlich. Finanziert wird die Arbeit der Organisation durch Spenden. Im Einsatz war I.S.A.R. Germany u.a. nach den schweren Erdbeben in Pakistan (2005), Peru (2007), Indonesien (2009) und Haiti (2010). Im Jahr 2011 leisteten Teams der Organisation Hilfe in einem Flüchtlingslager für aus Libyen geflohene Menschen in Tunesien und vor der Hungersnot in Somalia geflohene Menschen in Kenia.

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