Meiningen (tk) - Frauen, Kinder und auch Männer aus über zehn Nationen kamen am vergangenen Sonntag im Meininger Stadtteil Jerusalem zu einer internationalen Frauentagsfeier zusammen. Dazu geladen hatten die Akteure des Integrationsprojektes „Win & Win“ der Volkshochschule des Landkreises Schmalkalden-Meiningen, der Meininger Eine-Welt-Verein sowie der Verein der Vietnamesen in Meiningen und Umland. Mit einem multikulturellen Programm zum Zuschauen und Mitmachen wurde ausgelassen gefeiert.
Moderiert von Kinderstadt-Koordinator Nikolai Warth, wurde die internationale Feier von einem Schülerchor der Staatlichen Regelschule „Am Kiliansberg“ eröffnet, welche den feiernden Gästen wiederholt die schuleigene Cafeteria zur Verfügung stellte. Nach einigen offiziellen Worten durch die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Schmalkalden-Meiningen, Sigrid Kürschner, Landratskandidat Michael Heym und Bürgermeister Reinhard Kupietz sollte es vorerst mit den deutschen Programmbeiträgen vorbei sein. Eine farbenfrohe Modenschau, bei der Frauen des hiesigen Vietnamesenvereins prächtige vietnamesische Kleider präsentierten, leitete sodann den internationalen Programmteil ein. Russische, mexikanische und brasilianische Rhythmen hielt anschließend ein internationales Aerobic parat, das nicht nur ein echter Hingucker war, sondern vor allem auch jede Menge Lebensfreude versprühte. Nach einer kurzen Programmpause, bei der sich die anwesenden Gäste an einem internationalen Büffet stärken konnten und dabei von der Meininger Nachwuchsmusikerin Kaleigh Grimm unterhalten wurden, kamen abschließend noch einmal alle gemeinsam beim Capoeira - einem brasilianischen Kampftanz - ins Schwitzen.
Das Projekt „Win & Win“ hatte die internationale Frauentagsfeier nach einer gelungenen Premiere im Vorjahr nun zum zweiten Mal veranstaltet und in Sachen Internationalität noch einmal eine gehörige Schippe draufgelegt. Projektleiterin Cordula Al-Kassab zählte Vertreter aus 13 verschiedenen Nationen, die sich entweder aktiv an der Gestaltung der multikulturellen Feier beteiligten oder aber als Gäste gekommen waren. Aufgrund des enormen Zuspruches und einiger technischer Schwierigkeiten wird man im nächsten Jahr wohl auf eine andere Räumlichkeit ausweichen müssen.
Mit dem internationalen Frauentag will „Win & Win“ nicht nur der weltweiten Tradition der Frauentagsfeiern Rechnung tragen und auf die rechtliche Situation von Frauen aufmerksam machen, sondern auch einen Ort schaffen, an dem sich Menschen unterschiedlicher Nationen begegnen und gegenseitig kennenlernen können. Gelegenheit dazu bietet das Projekt jedoch auch außerhalb des alljährlichen Frauentages. In der Turnhalle Carlsallee findet wöchentlich ein internationaler Frauentanz statt, bei dem sich derzeit etwa 30 Frauen immer sonntags zwanglos zu verschiedenen exotischen Rhythmen bewegen.
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