Die höchste Auszeichnung der Stadt

Ehrenbürgerrecht für Avital Ben-Chorin

Eisenach (sj) - In einer Festsitzung des Stadtrates hat Oberbürgermeisterin Katja Wolf das Ehrenbürgerrecht der Stadt an Avital Ben-Chorin verliehen.

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Avital Ben-Chorin und Oberbürgermeisterin Katja Wolf auf dem Eisenacer Marktplatz

© Foto: Stadt Eisenach

Das Ehrenbürgerrecht ist die höchste Auszeichnung der Stadt. Die Jüdin Ben-Chorin wurde als Erika Fackenheim 1923 in Eisenach geboren und hatte die Chance, schon als Kind ohne die Erwachsenen ihrer Familie das judenfeindliche Deutschland zu verlassen. Ihre Verwandten kamen ins KZ und wurden ermordet. Für ihren persönlichen Einsatz für Toleranz, Humanismus und ihre uvergleichliche Haltung, ihr Schicksal den heute Lebenden nicht anzulasten - auch dafür steht die Auszeichnung. Sie kam50 Jahre nach ihrer Emigration im Dezember 1986 das erste Mal nach Eisenach. Ein weiteres Mal 1995, als die Stadt ehemalige Eisenacher Bürger jüdischen Glaubens zu einer Begegnungswoche einlud. Seitdem war sie regelmäßig hier. Daran erinnerte auch Kirchenrat Dr. Büchner in seiner Laudatio: „Sie sind für uns heute längst die Stimme der Versöhnung." Sie stünde heute nicht allein hier, sagte Avital Ben-Chorin, als sie in das Goldene Buch der Stadt eintrug. An der Sitzung nahmen Wolfgang Nossen (Vorsitzender der Jüdischen Landesgemeinde), Konstantin Pal (Landesrabbiner aus Erfurt), Professor Reinhard Schramm (Vizevorsitzender der Jüdischen Landesgemeinde), Walter Homolka (Rektor des Abraham-Geiger-Kollegs) und Reinhard Werneburg (Regionalbischof der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands) teil.

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