WAK/Eisenach (sj) - Am 21. Juni trafen sich Unternehmen der Region in der Wandelhalle, um über die Risiken, aber auch Chancen der Energiewende für den Mittelstand zu beraten.
v.l.: Oberbürgermeister Matthias Doht, Wirtschaftsdezernent Friedrich Krauser, Landrat Reinhard Krebs, Prof. Dieter Sell, Dr. Herbert Markert und Christoph Kahlen
© Foto: AnackerFür die Organisation war Vize-Landrat und Wirtschaftsdezernent Friedrich Krauser zuständig, der wieder sein organisatorisches Können und sein Engagement für die regionale Wirtschaft unter Beweis stellte. Es war die letzte Veranstaltung dieser Art, für die Krauser den Hut aufhatte. Er geht nach fast zwei Jahrzehnten in seiner Funktion in den Ruhestand. Verdient und bedauerlich. Die Region hat ihm viel zu verdanken. Eisenach war Partner des Wirtschaftsevents und auch für OB Matthias Doht war es das letzte diesbezügliche Grußwort. Auch der Wartburgsparkasse, die sich immer für den Unternehmertag engagiert, steht ein Wechsel in der Führungspitze bevor. Peter Bock, der Vorstandsvorsitzende, verlässt das Unternehmen nach 22 Jahren. Die Referenten zur Energiewende waren Christoph Kahlen von der Thüga Aktiengesellschaft aus München; Dr. Herbert Markert, der Leiter des Ingenieurbüros Biogas und Energietechnik Kaltennordheim und Prof. Dieter Sell, Leiter der Thüringer Energie und Greenech Agentur (Thega). Alle drei stimmten überein, dass diese Wende rund 30 Jahre brauchen würde, ehe sie sich amortisiert - auf gut Deutsch: auszahlt. Im Jahr 2022 sollen 45 Prozent der Energie aus alternativen Quellen kommen wie Windkraft, Solar Wasser, Biogas u.a. Dr. Markert, der das Energiekonzept des Kreises fortschreibt, sieht noch viel Potenzial für Biogasanlagen und verwies auch auf die Vorrangflächen für Windräder. Christoph Kahlen ist der Überzeugung, dass Energie noch nicht teuer genug sei. Erst wenn der Verbraucher den Verbrauch im Geldbeutel spüren würde, wäre er bereit umzudenken und eingefahrene Wege zu verlassen.
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