(dbp/nas) Zweimal täglich Zähne putzen – diese Grundregel gilt, sobald Babys allererstes Zähnchen durchgebrochen ist. In den ersten Jahren sind die Eltern für die Mundhygiene ihres Kindes verantwortlich. Experten raten, selbst ein Vorbild zu sein und das Zähneputzen von Anfang an altersgemäß und spielerisch zu trainieren.
Von Anfang an sollten Kinder wissen, dass das Zähneputzen zum Alltag dazugehört. In den ersten Jahren müssen die Eltern allerdings noch nachputzen.
© Foto: Lagom/FotoliaDamit stellt man nicht nur die Weichen für das spätere Pflegeverhalten. Auch die Milchzähne sollten schon möglichst gesund sein: Sie sind nämlich längst nicht „nur" Milchzähne, sondern haben mehrere ganz wichtige Funktionen, sagt Professor Dr. Stefan Zimmer von der Uni Witten-Herdecke, Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins „Aktion zahnfreundlich".
Als Platzhalter sorgen sie dafür, dass die nachkommenden Zähne dorthin wachsen, wo sie sollen, erklärt der Zahnarzt. Außerdem werden sie natürlich zum Kauen benötigt – schlechte, schmerzende oder fehlende Milchzähne können zu Problemen bei der Nahrungsaufnahme und -verwertung führen und so die Entwicklung beeinträchtigen.
Auch bei der Bildung sprachlicher Laute spielen die Zähne eine Rolle. Zudem stellen sie einen Wachstumsreiz für die Gesichtsentwicklung dar. Und nicht zuletzt erfüllt das Gebiss eine psychologische und soziale Funktion: „Kinder schämen sich, wenn sie faule und fehlende Zähne haben", betont Professor Zimmer.
Kinder- und Juniorzahnpasten verwenden.
Für die ersten Zähnchen gibt es Säuglingszahnbürsten. Alternativ empfiehlt Professor Zimmer ein Mullläppchen oder einen speziellen Fingerling. Den Drang, alles nachahmen zu wollen, solle man nutzen, sagt der Experte, und die Kleinen möglichst viel selbst machen lassen. Deshalb sollte jedes Kind eine eigene Zahnbürste haben – auch wenn es darauf im Zweifel nur herumkaut. Eine zweite Zahnbürste gehöre bis etwa zur Einschulung zusätzlich (und nur) in die Hand der Eltern: Nachputzen sei nämlich Pflicht. Und das sogar noch so lange, bis das Kind flüssig schreiben kann, also etwa bis zum neunten Lebensjahr.
Für Kinder gibt es nicht nur spezielle Bürsten, sondern auch Zahnpasten. Sie haben unter anderem einen geringeren Fluorid-Anteil und einen weniger minzigen Geschmack. Wird beim Putzen etwas Zahncreme verschluckt, ist das nicht weiter schlimm. Allerdings sollte die Tube außerhalb der Reichweite der Kleinen aufbewahrt werden, größere Mengen können nämlich sehr wohl schädlich sein. Bis zum sechsten Lebensjahr am besten nur Kinderzahnpasten verwenden. Erst danach kommt eine Juniorzahnpasta mit höherem Fluorid-Gehalt infrage.
Mehr zum Thema gesunde Zähne unter www.gesund-durch.de.
Noch keine Kommentare vorhanden