Eisfeld (wotan) - Vom 25. bis 29. Mai 2012 feierten die Eisfelder und ihre Gäste das traditionelle Kuhschwanzfest unter dem Motto: "Indien und Eisfeld sind sich einig - die Kuh ist uns heilig!"
Die 404. Auflage des Kuhschwanzfestes in Eisfeld fand bei frühsommerlichem Kaiserwetter statt und konnte eine überdurchschnittliche Besucherresonanz verzeichnen.
Höhepunkt der Veranstaltung war der große Festumzug am 29. Mai 2012, dem ein Empfang der Bürgermeisterin und des Festkomitees im Eisfelder Rathaus vorausging.
In der Eröffnungsrede des Festkomitees wurde an den Anfang im Jahr 1992 erinnert, als Feuerwehr, Hammelsäck und einige Firmen den Verein zur Förderung des Eisfelder Kuhschwanzfestes e. V. aus der Taufe gehoben haben. In den 20 Jahren gab es keine Pleiten, Pech und Pannen. Die Eisfelder haben jedes Jahr herrliche Bilder beim Festumzug gestaltet, Ideenreichtum, Engagement und Spaß gezeigt. Mehrere Jubiläen konnten zurückliegend gefeiert werden, 675 Jahre Stadtrecht, 1200 Jahre Asifeld, 400 Jahre Kuhschwanzfest und 140 Jahre Landkreis Hildburghausen.
Die scheidende Bürgermeisterin Kerstin Heintz dankte den Mitgliedern des Kuhschwanzkomitees und den Mitwirkenden aus Wirtschaft, Gewerbe, den Partnergemeinden und den Vereinen.
Als Ehrengäste konnten begrüßt werden: der Landrat Thomas Müller, die Mitglieder des Landtages Henry Worm, Uwe Höhn und Tilo Kummer sowie der zukünftige Eisfelder Bürgermeister Sven Gregor. Lothar Vonderlind spielte sein traditionelles selbstverfasstes Kuhschwanzlied. Der Text hierzu lautet: „Was wackelt hier, was wackelt da, was wackelt hin und her? Ich glaub` ich seh`nen Kuhschwanz dort, der wackelt aber sehr! In Eisfeld ist heut Kuhschwanzfest, das freut uns alle sehr, und wenn wir alle lustig sind, dann wackelt er noch mehr.“
Die am Festumzug teilnehmenden Vereine und verdienstvolle Eisfelder Bürger wurden mit einem Bierkrug als Sachgeschenk sowie einer Urkunde ausgezeichnet.
Pünktlich um 18.00 Uhr begann der Festumzug. Obwohl dunkle Regenwolken aufgezogen waren, blieb es trocken, getreu dem Motto des Altbürgermeisters Gerd Braun: „Gott muss ein Eisfelder sein.“
Durch das extra für den Festumzug errichtete Stadttor zogen der Spielmannszug und die Stadtwache mit ihrem Kommandanten Hans-Jürgen Meier. Hoch zu Ross ritt Stadtkommandant Alfred Lorz auf den Marktplatz, verlas den Tagesbefehl und leerte einen (nicht ganz gefüllten) Bierkrug auf das Wohl der Anwesenden.
Mitglieder des Eisfelder Schützenvereins gaben Böllerschüsse ab und dann startete der Festumzug.
Die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und gibt nur einen groben Überblick. Die Harraser Feuerwehr hatte ihr dienstältestes Löschfahrzeug, 60 Jahre hat der Garant auf dem Buckel, an den Start gebracht. Die Hammelsäck waren bei allen 20 Umzügen dabei, mehrere Kindertagesstäten präsentierten lustige Einfälle, der Schäferhof Kieser zeigte einen prächtigen Hammel, mehrere Spielmannszüge demonstrierten ihr Können, die Grund- und Regelschule Eisfeld waren dabei, die Jagdgesellschaft und der Heimat-Musik- und Trachtenverein fehlten nicht im Umzugsbild, der Schützenkönigin und dem Schützenkönig standen eine Kutsche zu, ebenso Herzog Casimier sowie dem Landrat nebst Gattin und Neubürgermeister Sven Gregor, der Schützenverein war vertreten, die Mönche aus Bad Rodach marschierten wieder mit, die Gäste aus Ahorn fehlten nicht und zahlreiche Firmen zogen mit ihrer Fahrzeugen durch die Straßen.
Auch die Wendezeit wurde gezeigt, DDR-Militärfahrzeuge und eine Vielzahl der DDR-Kultfahrzeuge „Trabant“ erinnerten an die Grenzöffnung im November 1989.
Die meisten der etwa tausend Zuschauer begaben sich ausschließlich auf die Festwiese, wo sie das Höhenfeuerwerk aus nächster Nähe sehen und dem Begraben des Kuhschwanzes beiwohnen konnten.
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