Arnstadt (ke) - Längst schon sind alle 24 Wohnungen des AWOsi im Arnstädter Lohmühlenweg 13 bezogen und ihre 43 Bewohner heimisch geworden. Aber jetzt konnte endlich Einweihung gefeiert werden.
Was eigentlich als kleines Sommerfest des Kreisverbandes der Arbeiterwohlfahrt geplant war, fiel leider sprichwörtlich ins Wasser. Und so spekulierte Geschäftsführerin Christiane Eichler, ob bei einer anderen Hausnummer vielleicht die Sonne geschienen hätte.
Und auch wenn die Fertigstellung etwas länger als geplant dauerte, heute steht ein farbenfroher und funktionaler Neubau dort, wo sich im März 2010 in einem verfallenen Gebäude noch Ratten und Mäuse wohlfühlten. Zwar blühten damals auch viele Schneeglöckchen auf dem Grundstück, aber die sollen - im Gegensatz zu den Nagern - auch bald wieder zurückkehren. „Ganz fertig sind wir eigentlich immer noch nicht“, erzählt Christiane Eichler. Noch gäbe es kleine Restarbeiten zu erledigen.
Neben den 24 Zwei- und Dreiraumwohnungen entstand im Gebäude auch ein großer Gemeinschaftsraum mit Terrasse, der, wie auch der Sinnesgarten hinter dem Haus, vom gesamten Wohnquartier mitgenutzt werden darf und soll.
AWOsi steht nicht nur für die Initialen der Arbeiterwohlfahrt und ist nicht allein die Abkürzung für Alterswohnsitz. Vielmehr stehen die drei großen Buchstaben für Ambiente, Wohnen und Sicherheit, so Eichler. Und so haben dann die Bewohner auch die Möglichkeit, je nach Bedarf Zusatzleistungen wie Fahrdienste, Pflegeleistungen oder Hauswirtschaft zu buchen, die ihnen das Altwerden im Gebäude erleichtern.
Weit über zwei Millionen Euro hat die AWO bisher in das barrierefreie Wohnen am Lohmühlenweg investiert und wurde dabei im vergangenen Jahr durch die ARD- Fernsehlotterie unterstützt.
Bisher kann Konstanze Nowak vom AWO Kreisverband Ilm-Kreis nur von positiver Resonanz berichten. Die Bewohner, die unter anderem auch aus Berlin, Greiz, Apolda oder Erfurt nach Arnstadt gezogen sind, fühlen sich in ihrem neuen Zuhause sichtlich wohl.
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