Ichtershausen (ke) - Die Staatliche Regelschule „Wilhelm Hey“ in Ichtershausen wurde am Dienstag als Regionalsieger des Förderpreises gegen Jugendarbeitslosigkeit geehrt.
Projektleiter Ulrich Effing, Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, Schulleiter Thomas Umbreit und Schülersprecherin Anna Josefine Koch bei der Preisübergabe
© Foto: Kerstin Engelmann„Ausbildung ist der Schlüssel zu allem“, betonte Ulrich Effing, Projektleiter des DEICHMANN-Förderpreises. Doch trotz der guten Konjunktur haben es junge Menschen ohne Schulabschluss, mit sozialen Defiziten und Lernschwächen immer noch sehr schwer, sich auf dem allgemeinen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt durchzusetzen. Dies sei ein Skandal, so Effing, denn jeder Schüler habe Gaben und Fähigkeiten. Manche bräuchten nur etwas mehr Zeit, gezielte Förderung und Geduld, um ihren Weg zu finden.
Für ihr vorbildliches Engagement auf genau diesem Gebiet wurde die Regelschule „Wilhelm Hey“ deshalb durch die Schirmherrin Christine Lieberknecht und den Projektleiter des Förderpreises ausgezeichnet. „In der Regelschule werden die Schüler nicht einfach nur beschult, man macht sich auch Gedanken, was nach dem Schulabschluss kommt“, so Effing in der Begründung für die Auswahl und er ergänzte: „Besonders beeindruckend fand ich die Haltung des ganzen Lehrerteams. Hier wird darauf geachtet, dass niemand durch den Rost fällt.“ So haben in den letzten drei Jahren alle Schüler den Schulabschluss geschafft. Schon frühzeitig werden die Ichtershäuser Schüler an das Berufsleben herangeführt. Neben Praktika und Veranstaltungen zur Berufsinformation können die Schüler auch in Schülerfirmen an der Schule erste Erfahrungen sammeln.
Gegen 12 Mitbewerber aus Thüringen hat sich die Regeschule bereits durchgesetzt und wurde damit mit einem Scheck über 1.000 Euro belohnt. „Mit dem Preisgeld wird der Förderverein der Schule weitere Ganztagsangebote finanzieren. Jeder Euro wird direkt bei den Schülern ankommen“, versicherte Schulleiter Thomas Umbreit. Ob es auch für die Chance auf 20.000 Euro auf der Bundesebene reicht, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Bundesweit haben sich 200 Schulen für den Preis beworben. „Das ist ein absoluter Rekord. Wir freuen uns sehr über die hohe Resonanz und ich kann schon jetzt sagen, dass es auch im nächsten Jahr wieder einen Förderpreis geben wird“, versprach Ulrich Effing.
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