Beverungen (bs) - Die Theatergruppe Beverungen präsentierte in der Stadthalle ihre turbulente Komödie mit Tiefgang mit dem Titel „ Der Tag an dem der Papst gekidnappt wurde" von Joao Bethencourt.
Im Fernsehen wird die Lösegeldforderung des Papstentführers bekannt gemacht: „Einen Tag Frieden auf der Erde".
© Foto: SiebrechtDer Taxifahrer Sam Leibowitz (Thomas Felderhoff) sollte den Papst für zwei Einkehrtage ins Karmeliterkloster bringen, entführte aber kurzerhand seinen Fahrgast und sperrte ihn vorübergehend in die Speisekammer.
Sams unüberlegte Kurzschlusshandlung zielte nicht auf Lösegeld sondern auf politischen Einfluss, um wenigstens für einen Tag weltweit Frieden und ein Ende des Mordens zu erreichen.
Eindrücke von der Probenarbeit der Theatergruppe Beverungen.
© Gerold ReinkenGut, dass der Papst (sehr überzeugend von Bernward Menge verkörpert) keinen Widerstand leistete und als er von der Lösegeldforderung hörte, sich aus Überzeugung kooperativ verhält. Als die Familie den ersten Schreck überwunden hat, wird der Papst als Gast behandelt und alles scheint gut zu gehen. Der Papst hilft Mutter Sara Bettina Beckmann) beim Kartoffel schälen und die Kinder Miriam (Vera Menge) und Irving (Janosch Tillmann) verfolgen die Nachrichten (gesprochen von Sven Sutorius) im Fernsehen. Doch dann kommt Rabbi Meyer (Gerold Reinken) den Entführern auf die Schliche und bald schon ist eine Hundertschaft der Armee um das Einfamilienhaus in Stellung gebracht.
Sheriff Warner (gesprochen von Peter Vössing), will das Haus stürmen lassen, wird aber von Sams im Garten installierten Sprengbömbchen aufgehalten, bis General McHendrick (Stefan Dewender) der Geschichte ein Ende machte. Im zweiten Teil wurde die Komödie besonders actiongeladen und explosiv und der Zuschauer begann an einem guten Ausgang der Entführung zu zweifeln. Das überraschende Ende versöhnte alle Parteien.
Alle Laienschauspieler stellten ihre Rolle überzeugend dar. Die Souffleuse (Christine Vogt), sorgte für kaum merkliche Texthänger der Schauspieler, die eine hervorragende Leistung zeigten. Daniel Jansen, der Regisseur und Techniker kann mit Recht stolz auf seine Theatergruppe und das gelungene Bühnenbild sein.
Die Komödie mit Tiefgang, gespickt mit Wortwitz und Situationskomik ließ die Zuschauer auch auf dem Nachhauseweg noch nicht los. Das köstliches Gedankenspiel mit dem „Was wäre wenn" hat sicher so manchen Zuschauer noch beschäftigt.
Weitere Aufführungen der Theatergruppe finden am Mittwoch dem 14. und Freitag dem 16. März jeweils um 20.00 Uhr statt. Wer das Stück noch nicht gesehen hat, sollte sich die unterhaltsame Komödie mit Tiefgang nicht entgehen lassen.
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