Preisgericht des Campe-Gymnasiums fällt Entscheidung

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Das Foto zeigt den ersten Preisträgerentwurf für das „neue Campe-Gymnasium“ mit der freigestellten Vorderseite des historischen „Remtergebäudes“.

© Foto: privat

Holzminden (ozm) - Für den Neu- und Umbau des Campe-Gymnasiums lobte der Landkreis Holzminden als Schulträger im Herbst des vergangenen Jahres einen nicht offenen Architektenwettbewerb mit vorgeschaltetem EU-Bewerbungsverfahren aus. Die Betreuung des Wettbewerbsverfahrens übertrug der Landkreis dem Büro Perler und Scheurer Architekten BDA, Braunschweig.
Mit dem Wettbewerb wurde die Absicht verfolgt, die zwei Schulstandorte des Campe-Gymnasiums auf dem Gelände des Standortes „Campe I“ an der Wilhelmstraße zusammenzulegen. Als Aufgabe wurde vorgegeben, die Mängel des Gebäudebestandes im Hinblick auf den Brandschutz, die Fluchtwege, die Barrierefreiheit und den Wärmeschutz zu beheben. Um das Raumprogramm zu erfüllen, wurde eine Anbau-/Neubauplanung gewünscht, die lediglich den 1897 erstellten Altbau, das sog. „Remtergebäude“, als Bestand erhält. Von den Teilnehmern wurde folgende Wettbewerbsleistung verlangt: Lageplan, Grundrisse mit wesentlichen Gebäudeschnitten, Ansichten, Erläuterungen, Modell im Maßstab 1:500, Flächenberechnungen.
Nachdem am 14.11.2011 das Rückfragenkolloquium für die ausgelosten Teilnehmer im Campe-Gymnasium stattfand, kam am 23. und 24.04.2012 das Preisgericht im Kreishaus Holzminden zusammen. Als Fachpreisrichter fungierten: Prof. Ute Frank, Architektin Berlin, Prof. Frank Hausmann, Architekt Aachen, Christiane Kraatz, Architektin Braunschweig und Mitglied im Vorstand der Architektenkammer Niedersachen, Angelika Blencke, Architektin Hannover und ebenfalls im Vorstand der Architektenkammer. Als Sachpreisrichter wirkten mit: Georg Muschik, Schulleiter des Campe-Gymnasiums, Jens-Martin Wolff, Baudezernent der Stadt Holzminden und Angela Schürzeberg, Landrätin des Landkreises Holzminden.
Nach intensiver und teils kontroverser Diskussion kam das Preisgericht zu einer einstimmigen Entscheidung. Als erster Preisträger wurde der Entwurf der Architekten Michael Viktor Müller und Sonja Starke, Köln, ausgewählt. In der textlichen Beschreibung des Konzeptes führen die Architekten aus: „Die Neustrukturierung des Schulstandortes steht im Zeichen von Alt- und Schulneubau. Die angemessene Integration des Altbaus in das Nutzungskonzept und die Belegung mit einer entsprechend repräsentativen Funktion ist hierbei ein wichtiger Ansatz für den berechtigten Erhalt des Gebäudes und dessen hervorgehobener Stellung. Aufgrund der städtebaulich herbeigeführten gleichberechtigten Präsenz am zentralen Platz und Schulhof wird der Bestand als offizielle Adresse und administrative Anlaufstelle mit der Schulverwaltung belegt. Der Neubau als „Haus der Schüler“ grenzt hingegen mit dem Forum, dem internen Treffpunkt und Kommunikationsbereich der Schule an den Schulhof. Über das transparente Forum, welches sich vom Nordflügel über einen weiterhin verglasten Wandelgang entlang der Fuge zum Altbau erstreckt, erschließen die Schüler den Neubau. Über zwei verglaste Verbindungsgänge wird der historische Altbau ebenerdig mit dem Neubau verknüpft.“

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