Mediencamp

Blindlings durch die Spielewelt

Erfurt (Schülerredakteurin Paula Beck) - Computerspiele, wie „Minecraft“, „Mario Kart“ oder „Sims“ sind aus dem Leben vieler Jugendlicher kaum noch wegzudenken. Konzentrierte Blicke auf den Bildschirm, sowie hektische Klicks mit der heimischen Maus gehören zu den typischen Verhaltensweisen der Heranwachsenden. Beeindruckende Bilder und aufwendige Grafiken erleichtern meist das Spiel und entlasten die eigene Vorstellungskraft. Doch wie ergeht es eigentlich blinden Kindern? Müssen diese etwa auf den Spielspaß verzichten?

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Blindlings durch die Spielewelt

© Foto: Paula Beck

Das „Mediencamp“ auf der Kinder-Kult Messe in Erfurt beantwortete diese Fragen und klärte die Messebesucher über das Spielverhalten sehbehinderter Menschen auf. Interessenten lernten Computerspiele kennen, welche Experten speziell für Betroffene entwickelt worden. Zudem bekamen Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, diese selbst auszuprobieren. Zu Beginn erhielten alle Teilnehmer eine Brille, welche die eigene Sehkraft auf 10 Prozent reduzierte. Der Schock über den enormen Verlust des Augenlichtes war den Besuchern regelrecht anzusehen. Kopfhörer vervollständigten die Ausrüstung der Computerspieler. Das „Mediencamp“ bot zwei spaßige Programme an: „Mückenjagd“ und „Top-Speed“. Diese erfordern eine enorme Konzentration und ein gutes Gehör. Da der Bildschirm für die Spieler kaum zu erkennen war, spielten andere Sinne, wie das Hören, nun eine übergeordnete Rolle. Die Messebesucher waren auf Sprachbefehle des Programms angewiesen und mussten diese blind befolgen. Für viele Personen stellte dies eine Schwierigkeit dar, jedoch erfreuten sie sich über die außergewöhnliche Erfahrung. Das „Mediencamp“ machte den Heranwachsenden die Bedeutsamkeit ihrer Sinne bewusst und half ihnen das Leben blinder Menschen besser zu verstehen.

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