Thüringen (SPD-Fraktion Thüringen) - „Was einst für Opel galt, hätte auch für Schlecker gelten müssen.“ Birgit Pelke, die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, ist fassungslos. Eine Transfergesellschaft sei, „das Mindeste gewesen, was den betroffenen Mitarbeiterinnen hätte geboten werden müssen“.
Die Landtagsabgeordnete ist sich sicher, dass „die FDP über 10.000 Schlecker-Mitarbeiterinnen geopfert hat, um ihr parteipolitisches Profil zu schärfen.“
Mit dem „Nein“ der Liberalen zur Bürgschaftszusage für eine Transfergesellschaft sei jedoch eine große Chance verspielt worden. „Die Mitarbeiterinnen hätten weitergebildet und bei der Suche nach einer neuen Beschäftigung unterstützt werden können“, erklärt Pelke. Nun bleibe ihnen nur der Weg in die Arbeitslosigkeit. „Hinzu kommt, dass der Bund in den Bereichen der beruflichen Weiterbildung und Umschulung in den vergangenen Jahren erhebliche Mittel gestrichen hat“, ärgert sich die Frauenpolitikerin. „Da beißt sich die Katze in den Schwanz.“
„Nach dem alle betroffenen Bundesländer kurz vor einer Einigung standen, ist die Bürgschaft aus gerechnet an einer zwei Prozent Partei gescheitert“, bedauert Pelke.
Nach allen politischen Beteuerungen anlässlich des Frauentages und des Equal Pay Days zeige der Fall Schlecker deutlich, dass Frauen in der FDP-Männerriege noch immer nicht ernst genommen werden. Laut Birgit Pelke „können Arbeitnehmer in Deutschland erst aufatmen, wenn die FDP aus allen Landtagen und den Bundestag geflogen ist.“
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