Erfurt (lm) - Die Nachteile der lang erstrebten Unsterblichkeit, eingebettet in die Romantik von „1001 Nacht“, werden die Theatergäste ab dem 28. April im Erfurter Theater erleben.
Die deutschsprachige Oper „Der Trank der Unsterblichkeit“ von E.T.A. Hoffmann wird erstmals auf der Bühne zu sehen sein.
Impressionen der Oper "Der Trank der Unsterblichkeit"
© lm200 Jahre lag die Komposition der romantischen Oper in vier Akten unveröffentlicht in der Berliner Staatsbibliothek. 1808 veredelte Hoffmann das Libretto vom Reichsgraf Julius von Soden zu einem abendfüllenden Werk. Auch wenn Ernst Theodor Amadeus Hoffmann der Nachwelt als bedeutender romantischer Dichter bekannt ist, sah er sich selbst vor allem als Komponist. Zu seinem nicht sehr umfänglichen musikalischen Werk gehörten sogar mehrere Opern.
Das ewige Leben war Hoffmanns Fantasterei. Die Geschichte handelt vom orientalischen Edelmann Naramand, der auf der Suche nach der Unsterblichkeit ist. Im alten Persien schlägt er ein hohes Amt am Hofe des Schachs aus, denn sein Ziel ist kein Irdisches. Seine Maßlosigkeit erweckt den Zorn des Schachs. Naramand erhält einen Trank gereicht, der ihm Unsterblichkeit verleiht. Zunächst genießt er das scheinbar erreichte Glück, doch dann sieht er die Konsequenzen: Um ihn herum altern und sterben seine Freunde und Haremsdamen.
Die Inszenierung unter Peter P. Pachl ist mehr als gelungen. Das grandiose Bühnenbild und die farbenprächtigen Kostüme überzeugen, wie man es vom Theater Erfurt gewohnt ist. Für die nahezu vergessene Oper beginnt nun die Aufführungszeit. Der Regisseur des Stückes ist sich sicher, dass „Der Trank der Unsterblichkeit“ in Zukunft öfter zu sehen sein wird.
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