Erfurt/Sömmerda (dp) – An den Übergabestellen des Fernwassers im Versorgungsgebiet der ThüWa Thüringer Wasser GmbH wurden am Montag, 9. Juli, Colibakterien gefunden.
Die Erreger wurden bei einer routinemäßigen Qualitätskontrolle festgestellt. Am gleichen Tag, um 15 Uhr, haben die zuständigen Gesundheitsämter von Erfurt und Sömmerda für das Versorgungsgebiet der Thüringer Wasser GmbH ein Abkochgebot erlassen. Das bedeutet, dass das Trinkwasser bis auf Widerruf nur in abgekochtem Zustand für die Nahrungsbereitung zu verwenden ist. Um das Wasser unbedenklich zu machen, muss es mindestens fünf Minuten sprudelnd kochen. Die Nutzung elektrischer Wasserkocher ist dafür nicht ausreichend. Bei dem erlassenen Abkochgebot handelt es sich um eine Vorsorgemaßnahme.
Zum Duschen und Baden oder zur Nutzung im Haushalt wie beispielsweise für die Waschmaschine oder den Geschirrspüler kann das Wasser aus dem Trinkwassernetz auch weiterhin ohne Einschränkungen verwandet werden. Sonderkunden wie Dialysezentren und Krankenhäuser wurden sofort über die besondere Situation informiert. Die Thüringer Fernwasserversorgung arbeitet daran, die Ursachen so schnell wie möglich festzustellen. Zur Sicherheit der Abnehmer werden an allen Übergabepunkten zusätzliche Proben durchgeführt. Erste Ergebnisse werden für den 12. Juli, gegen 18 Uhr, erwartet.
Daraus leitet sich dann das weitere Vorgehen ab. Die Thüringer Fernwasserversorgung und die ThüWa GmbH erhöhen in Abstimmung mit den Gesundheitsämtern die zulässige Chlordosierung zur Desinfektion des Trinkwassers. Dadurch kann es zu Geruchsbeeinträchtigungen kommen. Das Abkochgebot betrifft die gesamte Stadt Erfurt und die Gemeinden des Trinkwasserzweckverbandes Erfurter Becken. Besorgte Bürger können sich unter der Telefon-Nummer 0361/51113 informieren.
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