Kreisparteitag der SPD wählte neuen Vorstand

Torsten Haß neuer SPD-Kreisvorsitzender

Erfurt - Der Erfurter SPD-Kreisverband hat auf seinem Parteitag am vergangenen Samstag seine Parteigremien neu besetzt. Die 71 Delegierten wählten den 38-jährigen Ortsteilbürgermeister am Moskauer Platz und Leiter der Volkshochschule Torsten Haß zu ihren neuen Vorsitzenden. Er übernimmt damit die Nachfolge von Dr. Holger Poppenhäger, der seit 2006 den SPD-Kreisverband geführt hatte und nicht mehr antrat.

„Ich denke, es gibt gute Gründe und kaum einen geeigneteren Zeitpunkt für die Weitergabe des „roten Staffelstabs“. Ich bin mir stets bewusst gewesen, dass solche führenden Ämter nur auf Zeit anvertraut werden. Und ich zähle auch nicht zu denjenigen, deren Ambitionen darin bestehen, sich über Jahrzehnte hinweg an ein solches Amt zu klammern,“ so Thüringens Justizminister Holger Poppenhäger zu seinen Beweggründen. Sein Nachfolger möchte das Teamspiel in der SPD weiter verbessern. Torsten Haß: „Die SPD soll für ihre Mitglieder eine wirkliche MitMachPartei sein und sich für Vereine, Verbände, gesellschaftlichen Gruppen sowie die „normalen“ Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt weiter öffnen.“ Dabei stehen ihm die drei neugewählten stellvertretenden Kreisvorsitzenden Verona Faber-Steinfeld, Cornelia Klisch und René Lindenberg, der Schatzmeister Rick Künzel sowie sechs Beisitzer zur Seite. Inhaltlich beschlossen die Delegierten in knapp 30 Anträgen viele politische Themen. So setzen sich die Sozialdemokraten unter anderem für die Benennung einer Straße oder eines Platzes nach der SPD-Politikerin Regine Hildebrandt ein, verabschiedeten einen politischen Leitantrag, in dem die inhaltlichen Ziele für die nächsten Jahre bestimmt werden. Schwerpunkte sind dabei der Abschluss der Sanierungen aller kommunalen Kitas bis 2014 sowie aller kommunalen Schulgebäude bis 2018, die weitere Senkung der Arbeitslosenzahlen und die Sicherung der sozialen Teilhabe der Menschen in Erfurt - unter anderen durch das Sozialticket. Ein weiterer einstimmig angenommener Antrag setzte sich für einen Ausbau der Bürgerbeteiligung bei kommunalen Entscheidungen wie zum Beispiel bei der Gestaltung der BUGA und der ICE-City ein.

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