Erfurt (lm/ TMWAT) - Über die Situation und Zukunft der von Kündigung bedrohten Mitarbeiterinnen der insolventen Drogeriemarktkette haben Thüringens Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Staschewski, der Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, Lutz Mania, der ver.di-Landesbezirksleiter für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Thomas Voß, sowie mehrere Betriebsräte miteinander gesprochen.
„Wir werden die Schlecker-Frauen nicht im Regen stehen lassen“, sagte Staschewski im Anschluss an das Treffen im Wirtschaftsministerium in Erfurt. Ministerium, Arbeitsagentur und Gewerkschaft hätten vereinbart, alle Kräfte zu bündeln, um neuen Perspektiven für die von Arbeitslosigkeit bedrohten ehemaligen Schlecker-Mitarbeiterinnen zu schaffen.
Staschewski und ver.di-Chef Voß erneuerten ihre Kritik an den FDP-geführten Wirtschaftsministerien im Bund und in den Ländern Niedersachsen, Sachsen und Bayern, die durch ihre ablehnende Haltung das Zustandekommen einer Schlecker-Transfergesellschaft und damit eine tragfähige Übergangslösung für Tausende ehemalige Beschäftigte des Unternehmens verhindert hatten. Sie bekräftigten zugleich ihre Forderung, jetzt doch noch eine Transfergesellschaft einzurichten. „Das kann ganz schnell gehen, wenn der Bund nicht wieder versucht, die Frage der Bürgschaft für den notwendigen KfW-Kredit auf die Länder abzuschieben“, so der Staatssekretär.
Mit einer solchen Transfergesellschaft könnten die Chancen der Schlecker-Beschäftigten erhöht werden, aus einer Qualifizierung heraus eine neue Stelle zu finden, Zudem würde dadurch Zeit gewonnen werden, um den bundesweit 24.000 Betroffenen entsprechende Unterstützungsangebote machen zu können.
Von insgesamt 146 Filialen in Thüringen sind laut ver.di 64 Filialen mit rund 300 Beschäftigten bereits im April geschlossen worden, nunmehr sollen auch die restlichen 82 Filialen mit mehr als 500 Beschäftigten geschlossen werden.
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