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Umwelt wird weniger belastet

E-Zigaretten-Markt weiter auf Wachstumskurs in Deutschland

Kaum eine Branche ist in den letzten Jahren so stark gewachsen wie die der E-Zigaretten. Das innovative "Dampfen", das die Umwelt weit weniger belastet als das herkömmliche Rauchen, hat ganz eindeutig eine Marktlücke gefüllt. Mittlerweile haben auch die großen Tabakkonzerne das Feld für sich entdeckt und werden dem Markt einen weiteren Wachstumsschub verleihen.

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Raucher einer E-Zigarette

© Bildquelle: © istock.com/LDProd

Zigaretten out, E-Zigaretten in: ein Markt im Wandel

Der Blick auf die Statistiken der Zigarettenindustrie spricht für sich: Der Absatz hat sich hierzulande von 2000 bis 2015 von über 139 Milliarden Zigaretten auf 79 Milliarden fast halbiert. In anderen europäischen Ländern und in Nordamerika sieht es nicht anders aus.

Kein Wunder, dass Branchenriesen wie der US-Konzern Philip Morris (u. a. Marlboro) und British American Tobacco (u. a. Lucky Strike) nach Alternativen suchen. Philip Morris hat sich in den USA bereits mit Mark Ten und Green Smoke wichtige E-Zigaretten-Marken gesichert und entwickelte dazu die eigenen Marlboro "Heat Sticks" IQOS. British American Tobacco lancierte im vergangenen Jahr die eigene E-Zigarette Vype, um sich ein Stück des Kuchens zu sichern. Daneben drängen stets neue kleine Marken mit innovativen Ideen auf den weltweit wachsenden Markt.


Der Markt in Zahlen:
• Der Umsatz lag 2014 bei etwa 6 Milliarden US-Dollar weltweit.
• Bis 2019 soll der Umsatz auf 19 Milliarden US-Dollar steigen.
• Ohne Behinderung durch Gesetzesinitiativen könnte der Umsatz bis 2030 auf 50 Milliarden US-Dollar steigen.
• Schätzungsweise 13 Millionen Menschen "dampfen" bereits.
• In Deutschland nutzen 2 Millionen Menschen regelmäßig E-Zigaretten.
• Rund 460 Marken bieten über 7.800 verschiedene Geschmacksrichtungen an.
• Einer Studie zufolge kamen in den letzten zwei Jahren jeden Monat (!) 242 verschiedene neue Geschmacksrichtungen hinzu.


Die gesamte Studie kann in englischer Sprache hier abgerufen werden.
Goldene Zeiten also auch für deutsche Anbieter wie Mr- Smoke von E-Zigaretten, Liquids und Zubehör – solange die Lobbyarbeit bestimmter Interessengruppen im Zaum gehalten werden kann.  

Der E-Zigaretten-Markt in Deutschland


Der Boom der E-Zigaretten hat eine ganze Reihe Gegner auf den Plan gerufen. Nicht nur die Tabakindustrie versucht trotz eigener Gehversuche auf dem Markt lästige kleine Konkurrenten zu behindern, wo sie nur kann. Auch der Pharmaindustrie ist die E-Zigarette ein Dorn im Auge, da viele Raucher zum weit gesünderen Dampfen wechseln, um sich das Rauchen abzugewöhnen. Dadurch sinken die Umsätze mit Nikotinpflastern und Nikotinkaugummis. Aus dieser Ecke kam auch der (abgewiesene) Vorschlag, die E-Zigarette apothekenpflichtig zu machen. Einen umfangreichen Bericht zu verschiedenen Gegnerinitiativen (und wie sie scheiterten) hat dieser Blog anschaulich zusammengestellt.
Solange die Argumente der Lobbyisten nicht auf fruchtbaren Boden fallen, steht dem weiteren Wachstum der E-Zigarette in Deutschland nichts im Wege. Allerdings wird sie von einem kuriosen Trend bedroht: Zuletzt stieg der Absatz von Pfeifentabak um 50,6 Prozent. Immer mehr Großstadthipster verwandeln sich mit Schiebermütze, Bart und Pfeife in ihre eigenen Großväter. Ob das eine kuriose Randerscheinung bleibt oder zum Trend wird, bleibt derzeit noch abzuwarten. Gesünder als die Pfeife ist die E-Zigarette allemal.

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