Suhl (pm/sg) - Ein Konzert zum Vormerken ist Samstag, der 19. Mai um 17.00 Uhr im Congress Centrum. Unter Leitung von Matthias Beckert, der an diesem Nachmittag der Thüringen Philharmonie Gotha vorsteht, kommt ein spätromantisches Oratorium von Hermann Suter zur Aufführung. Unterstützt wird die Suhler Singakadmie dabei von der Berliner Singakademie.
Die Suhler Singakademie begeistert seit Jahrzehnten Konzertgäste aus ganz Thüringen mit Aufführungen großer chorsinfonischer Werke, die sie gemeinsam mit hochkarätigen Solisten und renommierten Orchestern aufführt, womit sie zugleich ihrem Ruf als Kulturbotschafter der Stadt Suhl gerecht wird. Anlässlich ihres 35 Gründungsjubiläums bringt die Chorvereinigung zusammen mit der Berliner Singakademie das spätromantische Oratorium „Le Laudi di San Francesco d´ Assisi“ von Hermann Suter als Suhler Erstaufführung zu Gehör.
Der Schweizer Komponist schuf sein Meisterwerk für Soli, Chor und Knabenchor in der Abgeschiedenheit der österreichischen Bergwelt, die er besonders liebte. Durch das großartige Naturerlebnis tief beeindruckt, entschied sich Suter für die Vertonung des „Sonnengesangs“ des Franz von Assisi. Mit seiner Hymne aus dem Jahr 1224 – einem der ersten Zeugnisse der italienischen Dichtkunst – hat der Hlg. Franziskus seiner tiefen Liebe zur Natur ein vielbewundertes Denkmal gesetzt.
Die Textvorlage vertonte Hermann Suter in neun Bildern und gestaltete jedes für sich als ein monumentales, feierliches Tongemälde. Die Dichtung preist „Bruder Sonne“, „Schwester Mond“ sowie Sterne, Wind, Wasser, Feuer und Erde. Das im Jahre 1924 im Baseler Münster unter der Leitung des Komponisten uraufgeführte Werk „Le Laudi“ machte Suter international bekannt und gehört seither zum Konzertrepertoire in aller Welt.
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