Stehen fest für Bildung und Berufsorientierung (v.l.): Diemar Ahlemeyer, Dr. Burghard Lehmann, Andreas Krog und stellv. Schulleiterin Christiane Menne.
© Foto: OttoHöxter (mo) - Es ist das leidige Kreuz vieler Schüler, und mancher Betroffene würde sie in den härteren Momenten wohl mit der Frage nach dem Sinn des Lebens gleichsetzen. Dabei klingt sie noch so harmlos, wenn man sie in der Grundschule gestellt bekommt: „Was willst du denn werden, wenn du groß bist?"
Damals, da hatte man auch noch gute Antworten, und die Frage schläft wieder ein. Doch plötzlich ist sie wieder da, mitten in der Vertrautheit des Schulalltags schleicht sie sich fies von hinten an und schlägt einem ihre Krallen in den Rücken: „Jetzt bist du groß, was willst'n werden?!?"
Berufsorientierung wird im BKH groß geschrieben: „Wer ein konkretes Ziel vor Augen hat, ist motivierter als derjenige, der noch gar nicht weiß, wo sein Weg hingehen wird", so Andreas Krog, der sich mit viel Elan für seine Schüler einsetzt.
Wichtiger Baustein dieses Prozesses: Der Geva-Test, der sich am Vorbild eines regulären Einstellungstestes orientiert. Stark zeitorientierte Leistungsaufgaben aus Allgemeinwissen, Sprachen und Naturwissenschaften wurden kombiniert mit Selbsteinschätzungen der Schüler. Viele von ihnen hatten zuvor noch keine Erfahrungen mit Tests wie diesen machen dürfen und nahmen diese Gelegenheit gern wahr. Dabei wurden auch zahlreiche Berufe vorgeschlagen, von deren Existenz die Schüler nicht einmal ahnten. Viele von ihnen erklärten später, ihre Ziele nun wesentlich klarer zu sehen.
101 Schüler nahmen am Test teil; rund ein Drittel von ihnen hatte sich selbst ver- bzw. überschätzt. „Dies zeigt nur die Notwendigkeit dieses Testes auf", so Andreas Krog.
Leider kostet, was gut ist, meist auch Geld; auch in diesem Falle. Glücklicherweise aber gab es Unterstützung aus Gütersloh: Die Familie Osthushenrich-Stiftung, seit 2006 aktiv, griff mit 1010 Euro gern unter die Arme und senkte die Kosten für jeden Schüler um mehr als die Hälfte.
Geschäftsführer der Stiftung Dr. Burghard Lehmann wohnte der Feierstunde bei und zeigte sich sehr zufrieden mit dem Engagement des Berufskollegs, welches als eine der ersten Schulen in der Region mit der Stiftung zusammenarbeitet. „In ganz OWL bin ich unterwegs", bemerkt er schmunzelnd, „doch im Bezug auf das Einholen von Spendengeldern scheint der Kreis Höxter etwas lahm".
Ein eindeutiger Aufruf an die Schulen. „Gern würde unsere Stiftung auch den Kreis Höxter stärker fördern dürfen".
Das Berufskolleg lobte die Zusammenarbeit: Unbürokratisch und nett". Man hofft auch im nächsten Testdurchgang auf Unterstützung.
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