Projekt „Erlesene Natur“ präsentiert neue Attraktion

Weidenpalais im Nethetal

Rheder (ozv) - Mehr als 30 Meter lang und 10 Meter hoch: Das „Weidenpalais im Nethetal" wird zweifellos ein Hingucker. Im Rahmen des Kreisprojekts „Erlesene Natur" entsteht ab Mitte März im Schlosspark von Rheder ein lebendiges Bauwerk aus gebundenen Weidenruten.

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Die Vorfreude auf das spektakuläre lebende Bauwerk ist ihnen bei der Präsentation des Modells vom Weidenpalais an der Nethe anzusehen (von links): Elmar Freiherr von Spiegel, Kreisdirektor Dr. Ulrich Conradi, Gabriele Freifrau von Spiegel und Bürgermeister Hermann Temme

© Foto: Kreis Höxter

„Eine nicht nur für das Kulturland Kreis Höxter einzigartige Attraktion", betonte Kreisdirektor Dr. Ulrich Conradi bei der Vorstellung des Modells. Denn bundesweit gibt es lediglich rund zehn vergleichbare Konstruktionen.

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Schon beim Anblick des kleinen Modells wird deutlich, dass mit dem Weidenpalais ein neuer Höhepunkt des Projektes „Erlesene Natur" verwirklicht wird.

© Foto: Kreis Höxter

Das Modell im Maßstab 1:50 gibt eine Vorstellung, wie das Weidenpalais am Ufer der Nethe in der Realität aussehen wird. Mit seinen zwei Türmen greift das Weidenpalais stilistisch das Westwerk von Corvey auf und thematisiert so auch die Klosterregion Kreis Höxter. Zentrales Element des Baus aus hunderten von frisch geschnittenen Weidenästen ist jedoch eine Kuppel, die gleichermaßen als Treffpunkt, Veranstaltungsort und Bühne für Hochzeiten und andere Feste dienen wird. Den Eingang zum Lebendbau umrahmen zwei ansteigende Bogengänge, die eine ideale Spielwiese für Kinder sind.

Dr. Ulrich Conradi stellte das Modell Bürgermeister Hermann Temme, Gabriele Freifrau von Spiegel und Elmar Freiherr von Spiegel vor. Er betonte dabei die gute Zusammenarbeit mit Stadt und Familie von Spiegel.

Ist das Weidenpalais erst eröffnet, wird es bis auf wenige Sonderveranstaltungen für die Öffentlichkeit jederzeit frei zugänglich sein.

Bereits seit Anfang des Jahres werden im Kreisgebiet an Nethe, Emmer, Beber und an der Brucht Kopfweiden beschnitten, deren Äste das Tragwerk des Bauwerks bilden werden.

Rund 100 freiwillige Helfer legen dann ab Mitte März Hand an, um Pflanzlöcher zu graben, Ruten zu binden und anschließend die riesigen Bögen aufzustellen – alles weitestgehend ohne die Hilfe von Maschinen.

Auch die Umgebung des Weidenpalais ist in die Planungen einbezogen. So wird unter anderem ein Kopfweidenpfad hinunter zu einer neu anzulegenden Uferstelle der Nethe führen, ein Weiden-Lehrpfad soll über die Bedeutung der Gewächse für die Kulturlandschaft informieren und einer der drei ursprünglichen Eisteiche soll reaktiviert werden.

Mindestens das Weidenpalais soll bereits zum Hoffest in Rheder, am 29. April 2012, fertig gestellt und zu besichtigen sein.

Wer an der Errichtung des Weidenpalais mitwirken möchte, ist herzlich willkommen. Vier Mitarbeiter der Gruppe "Sanfte Strukturen" und das Team des Büros Bioplan aus Höxter koordinieren den Bau vor Ort.

Wer an einer Mitarbeit interessiert ist und richtig zupacken kann, meldet sich beim Büro Bioplan in Höxter, Eike Spellerberg, Telefon 0 52 71 / 699 90 07, E-Mail bioplan.hx@t-online.de.

Weitere Informationen: Kreis Höxter, Leiter des Projekts „Erlesene Natur", Thorsten Blume, Tel. 0 52 71 / 965 42 16.

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