Neue Errungenschaft für die Vereinigten Museen

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Bhima, die schönste Figur der Dreiergruppe.

© Foto: privat

Bad Driburg (ozm) - Nicht nur die Vereinigten Museen im Wasserschloss St. Hubertus – Heerse, sondern auch die Bürger, die der von den Eheleuten Generalkonsul Manfred und Helga Schröder gegründeten staatl. anerkannten gemeinn. Kulturstiftung nahestehen, haben allen Grund und eine große Freude, dass nicht nur sie, sondern auch die Region und die Menschen darüber hinaus kulturell eine große Errungenschaft erfahren haben. Dieses immense historische Kulturgut stellt nicht nur eine Bereicherung für den Ort Neuenheerse oder die Stadt Bad Driburg dar, sondern strahlt seine exorbitante Bedeutung weit in das Land hinein nach Gesamtwestfalen, aber auch nach Gesamtdeutschland aus. Die gesamte große Kulturwelt ist stolz.
Die Region Kerala in Indien erlebte im August 2018 eine Monsunkatastrophe mit einer Jahrhundertflut und stand durch 34 Dammbrüche und Überschwemmungen unter Wasser. Die gesamte Bevölkerung leidet auch heute noch bittere Not. Das mag mit ein Grund sein, dass es den Eheleuten Manfred und Helga Schröder gelungen ist, einen Welt-Kulturbesitz käuflich zu erwerben.
Vorhergegangen waren jedoch ungezählte Besuche in vielen vergangenen Jahren der Eheleute – die sich hier großen gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt und zu überwinden hatten – in diesem von Hitze geplagten tropischen Land mit vielen Rücksprachen mit den Mitgliedern der königlichen Familie im Palast und Tempel Sri Padmanabha Swami in Trivandrum. Der Versuch, Kulturgüter zu erwerben, blieb viele Jahre ohne Erfolg. Jetzt hatte die königliche Familie folgenden Beschluss gefasst:
Es gibt eine historische Dreiergruppe aus dem 18. Jahrhundert und diese war die Basis für die Prozession des in Kerala jährlich stattfindenden Onam-Festivals, die die Rajas traditionsgemäß übernommen haben. Gemäß des Epos Mahabharatha ist Bhima der zweite Bruder von Pandava. Der Name Bhima stammt aus der Mythologie und bedeutet „der Schreckliche“.
Bhima ist die besterhaltenste, eindrucksvollste und schönste Figur aus der Gruppe, eine nicht zu übersehende große Gestalt – ein Riese – mit einer Kraft von 10.000 Elefanten – mit Bestimmtheit machtvoller als Arjuna und Indrajit. Die Spezialität dieser Figur ist es, dass Sie mit einer Mischung von Steinpuder, Pflanzenfarben und Naturöl behandelt ist und durch diesen Überzug den Glanz von Porzellan erhält, so dass die Garantie besteht, dass die Farben erhalten bleiben und viele Jahre keine Fehlstellen auftreten werden.
Mit Bestimmtheit ist es nicht möglich, eine solche oder auch nur ähnliche holzgeschnitzte Figur mit diesem Aussehen, Schönheit und diesen Maßen heute noch irgendwo als höchstes indisches Kulturgut erstehen zu können. Das hier erstandene einzigartige Exponat ist in der gesamten Bundesrepublik nicht noch einmal zu finden.
Aus der Dreiergruppe wurden die zwei restlichen Figuren in das Sri Padmanabha Swami Museum verbracht und stehen nunmehr unter der Kontrolle der Regierung von Kerala.
Dieses wertvolle Stück haben die Eheleute Schröder mit privaten Mitteln erstanden.
Es wird einige Monate dauern, bevor dieses Gottesgeschenk, das die höchste Haftpflichtversicherung erfahren hat, von der Südwestküste Indiens durch den Sueskanal in Hamburg ankommt. Das Prunkstück ist begleitet durch zwei weitere Säulenfiguren, Dwarapalakii und Shiva aus dem 16. – 17. Jahrhundert. Dort wird es durch die Mitglieder des Fördervereins der Vereinigten Museen unter der Leitung von Herrn Bernfried Jacobi zolltechnisch abgefertigt und durch einen vom Förderverein organisierten Transportwagen nach Neuenheerse verbracht. Dort wird es eine enorme Schwierigkeit geben, nämlich die, das gewichtlich ca 1 t schwere Monument an den richtigen Platz in den Helga-Hallen zu verbringen. Diese Errungenschaft wird das Glanzstück einer jetzt bereits durch viele historische Stücke bestehenden Indien- und Asien-Ausstellung sein.
Das Stifterehepaar wird, wie alle bestehenden und früheren Donationen, auch dieses Geschenk zum ewigen Verbleib, d. h. es ist unverkäuflich, der Stiftung und den St. Hubertus-Helga Hallen übereignen. Das Stifterehepaar ist sehr sicher, dass nach Betrachtung des historischen Kunstwerks und den mit dem Erwerb verbundenen Mühen und Gefahren durch die Stifter viele Besucher – aus der Region und darüber hinaus – dem Förderverein in dankbarer Form mit einem durch die Beantragung der Mitgliedschaft verbundenen geringen Beitrag pro Jahr beitreten werden. Interessenten wenden sich bitte an Herrn Bernfried Jacobi (bernfriedjacobi@aol.com).

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