Kleine Forscher: Mia, Leon, Pauline und Robin (v.l.) zeigen ihrem Besucher Christian Fachin, was sie bei ihren Experimenten mit Magneten schon alles rausgefunden haben.
© Foto: Birger BerbüsseBrakel (ozm) - Während nebenan ganz Kindergarten-typisch mit Bauklötzen, Puppen und Autos gespielt wird, lässt die kleine Lea ein paar bunte Ringe an einer Stange schweben. Mai, Leon, Pauline, Robin und Emelie beobachten den Vorgang ganz konzentriert. Die Kinder wissen: Ungleiche Magneten stoßen sich ab, daher scheinen diese Ringe zu schweben. Seit zwei Jahren wird kräftig geforscht in der Kindertagesstätte Bahnhofstraße in Brakel. Nun wurde die Einrichtung vom Bildungsmanagement des Kreises Höxter offiziell als „Haus der Kleinen Forscher“ ausgezeichnet.
Über die Urkunde und die Plakette, die KiTa-Leiterin Barbara Bickmann aus den Händen von Christina Dunschen (Koordinatorin "Frühe Bildung im Bildungsmanagement des Kreises Höxter) und Christian Fachin (Koordinator "Zukunft durch Innovation") entgegen nahm, freuten sich neben der Leiterin auch die Erzieherinnen der Einrichtung. Am glücklichsten waren aber natürlich die 23 „kleinen Forscher“, die alle noch einen kleinen Orden umgehängt bekamen.
Die Auszeichnung für den Kindergarten dokumentiert, dass den Kindern die spielerische Begegnung mit Naturwissenschaften und Technik ermöglicht wird und das Forschen und Experimentieren nachhaltig in den KiTa-Alltag eingebunden ist, hieß es in der Begründung. Die Auszeichnung erhalten Einrichtungen, die als Mitglied eines Netzwerks der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ an mindestens zwei themenspezifischen Fortbildungsveranstaltungen teilnehmen, regelmäßig mit den Kindern experimentieren und naturwissenschaftliche Fragestellungen fest in ihr Angebot einbinden.
Seit einem knappen Jahr gibt es in Dalhausen diese „Natur- und Sachbegegnungen“. Drei Mal pro Monat wird dort in Kleingruppen geforscht. Die alltagsbezogenen Experimente beziehen sich dabei auf die Lebenserfahrung der Kinder, erklärt Erzieherin Cordula Anke, die mit Leiterin Barbara Bickmann hierfür an mehreren Fortbildungen und Workshops teilgenommen hat. Sie findet an dem Projekt besonders schön, dass die Kinder „auf spielerische Art und Weise lernen“ und die Experimente besonders aufs Ausprobieren ausgelegt sind: "So können unsere Kleinen sich vieles selbst erarbeiten und das Wissen vertiefen."
Und weil die Auszeichnung als „Haus der kleinen Forscher“ etwas ganz besonderes und nicht alltägliches ist – die KiTa Bahnhofstraße ist erst die zweite Brakeler Einrichtung, die dies geschafft hat – wurde sie auch gebührend gefeiert: mit einem richtigen "Forscherfest". Dazu wurden alle Eltern eingeladen, sich zunächst von den Kindern die verschiedenen Experimente zeigen und erklären zu lassen, wobei so mancher Vater und manche Mutter staunend etwas lernen konnte. Anschließend wurde gemeinsam gegrillt, gespielt und gesungen.
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