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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Links fahren - Ein Kavaliersdelikt?


Webmaster
16.01.2012, 11:21
Erfurt (ADFC) - Das Fahren auf Gehwegen und Radverkehrsanlagen in Gegenrichtung ist ein häufig zu beobachtendes und gefährliches Fehlverhalten von Radfahrern. Nach der Erfurter Unfallstatistik treten die meisten Unfälle unter Beteiligung von Radfahrern auf oder im Zuge von Geh- oder Radwegen auf.


Zum Artikel: Links fahren - Ein Kavaliersdelikt? (http://www.dtoday.de/link.php?pageid=124&param=arid=115805)

worker
16.01.2012, 11:21
Gute Aktion vom ADFC.Wird Zeit, dass den Radfahrern (natürlich nicht allen) klar gemacht wird, dass sie sich auch an die Verkehrsregeln zu halten haben. Ansonsten verspielen die Undisziplinierten die Akzeptanz der anderen Vekehrsteilnehmer.

Nele
16.01.2012, 11:25
Wird aber auch Zeit, dass man als Radfahrer von Autofahrern als gleichberechtigter Verkehrsteilnehmer wahrgenommen wird. Das ist häufig, beispielsweise wenn es um die Vorfahrt geht, nicht der Fall.

Achim.M
16.01.2012, 16:07
Radfahren in einer größeren Stadt ist nicht einfach und auch gefährlich!

Meine Beobachtungen:

1. Fahrradfahrer von hinten kommend auf dem Bürgersteig. Vor allem da, wo der Gehweg an sich schon eng ist. Ein anklingeln von hinten ist auch keine Lösung, weil die Möglichkeit besteht, dass der Fußgänger erschreckt. Bei vielen Fahrradfahrern ist zu beobachten, dass sie sich schon bewusst sind, wenn sie von hinten kommen, dass sie da ganz besonders vorsichtig und langsam am Fußgänger vorbei fahren. Aber es gibt eben auch die Rowdies. Die freuen sich, wenn der Fußgänger erschreckt und das kann schon gefährlich werden.

2. Dann die Ausfahrt, die als Ausfahrt deutlich sichtbar den Fußgängerweg kreuzt. Deutlich sichtbar meine ich, einen anderen Straßenbelang, der sich deutlich vom Gehwegbelag unterscheidet. In der Regel fährt man mit dem PKW da so mit Tempo 10 km/h, vor allem, wenn man erst ein paar Meter fahren muss, um den Gehweg voll einzusehen. Man schiebt sich da ganz langsam vor. Ein Fußgänger bekommt das sofort mit. Bei einem Radfahrer sieht das Ganze schon anders aus. Vor allem wenn er gerade vor sich hinträumt.

3. Auf der Straße ist das Problem, dass ein Radfahrer bei engeren Straßen eine ganz schöne Autokolonne erzeugen kann. Gefährliche Nervosität ist da nie auszuschließen.

4. An Ampeln wäre wünschenswert wenn sich der Fahrradfahrer gut sichtbar für den PKW/LKW Fahrer rechts neben den PKW/LKW stellt.

5. Eine äußerst kritische Situation ist immer dann, wenn die Ampel auf Grün schaltet und just genau in dem Moment schießt ein Fahrradfahrer, den man vorher nicht neben sich gesehen hat, an einen rechts vorbei.

Alles wäre nicht so kompliziert, wenn sich die Fußgänger, Fahrradfahrer und Autofahrer vor allem in kritischen Verkehrssituationen – 5 habe ich genannt – aufeinander Rücksichtsvoll einstellen.

Nach wie vor bin ich der Meinung, dass eine Kennzeichnungspflicht von Fahrrädern eingeführt werden muss.