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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kampagne für Freilassung deutscher Reporter im Iran


Webmaster
07.01.2011, 17:48
Berlin (AFP) - Mit einer bundesweiten Anzeigenkampagne wollen sich deutsche und internationale Journalisten- und Verlegerorganisationen für die Freilassung der beiden im Iran inhaftierten deutschen Reporter einsetzen. Wie die Initiatoren mitteilten, sollen am Sonntag sowie in den darauffolgenden Wochen in zahlreichen regionalen und überregionalen deutschen Printmedien Anzeigen geschaltet werden, in denen an die iranische Regierung appelliert wird, die beiden im Oktober festgenommenen Männer freizulassen.
Zum Artikel: Kampagne für Freilassung deutscher Reporter im Iran (http://www.dtoday.de/link.php?pageid=6&param=arid=30978)

da Babba
07.01.2011, 17:48
Der wahrscheinlich tödlichste Job im Presse-Metier.
Diesen Menschen gebührt unser :respekt:

Ich weiß nicht wie viele Journalisten und Reporter inhaftiert, verschleppt oder getötet wurden - es scheinen Unzählige zu sein.

Allein die Anzahl der getöteten Journalisten ist erschreckend!

http://www.spiegel.de/images/image-165831-galleryV9-qpso.jpg

Nele
07.01.2011, 21:36
Ist wirklich ein gefährlicher Beruf, und ich will die Leistung der Journalisten auch gar nicht schmälern. Nur überlege ich oft, ob es wirklich notwendig ist, eine Reportage von der vordersten Kampflinie aus zu machen. Oft sieht man Reporter oder Fotos von Reportern, wo man einfach weiß: Es war saugefährlich, dieses Bild zu machen.
Ich weiß nicht genau, ob sich die Journalisten der Gefahr bewußt sind und ich weiß auch nicht genau, ob der Beweggrund immer die Aufdeckung von Mißständen ist.

da Babba
08.01.2011, 09:52
Es gibt Menschen, die fühlen sich berufen, als Arzt oder vielleicht nur als couragierter Zeitgenosse, in Kriegs,- bzw. Krisengebiete zu reisen um in diesem Elend Menschen zu helfen....
.... und es gibt Menschen, die fühlen sich berufen über eben diese Menschen zu berichten.
Jeder der das tut, ist sich dieser Gefahr bewußt - aber es ist ihre Überzeugung dies zu tun!

Man kann es nicht mit dem Leichtsinn vergleichen, mit dem sich Touristen in Krisengebieten in Lebensgefahr begeben.
Im Kampf um die Pressefreiheit haben sich schon viele Journalisten in Gefahr gebracht - für wen? - für eine freie Berichterstattung, die von den meisten Lesern und TV Usern gar nicht wahrgenommen, geschweige denn gebührend gewürdigt wird.
Sie werden von eben diesen womöglich noch als Dummköpfe bezeichnet.

Ulrike Beudgen
09.01.2011, 03:33
Klasse ... das auch eine regionale Zeitung sich der Kampagne für Jens Koch und Marcus Hellwig verpflichtet fühlt ...

Sobald ich diesen Artikel auf Facebook und twitter gepostet habe, werden hier sicher noch ein paar mehr kommentieren ...

Ulrike Beudgen
09.01.2011, 03:48
http://ulrikebeudgen.amplify.com/2011/01/08/selbst-regionale-zeitungen-beteiligen-sich-jenskoch-marcushellwig-iranelection/

da Babba
09.01.2011, 09:17
http://ulrikebeudgen.amplify.com/2011/01/08/selbst-regionale-zeitungen-beteiligen-sich-jenskoch-marcushellwig-iranelection/

Finde ich toll von dir!
Hier noch einmal dein Link zu amplify zum anklicken:
http://ulrikebeudgen.amplify.com/2011/01/08/selbst-regionale-zeitungen-beteiligen-sich-jenskoch-marcushellwig-iranelection/ (http://ulrikebeudgen.amplify.com/2011/01/08/selbst-regionale-zeitungen-beteiligen-sich-jenskoch-marcushellwig-iranelection/)

Nele
11.01.2011, 11:27
Ich würde einen Journalisten, der sich für seine Berichterstattung in Gefahr bringt nie als Dummkopf bezeichnen. Und natürlich st es eine Riesenschweinerei, dass die BILD-Journalisten gefangen gehalten werden. Insbesondere weil die Inhaftierung dieser Frau ud ihrer Familie, über die sie berichten wollten, aus europäischer Sicht schon völlig unverständlich und eine Riesenschweinerei ist.
Aber dennoch stelle ich mir die Frage, die das vorher Gesagte in keiner Weise mindert, ob der Beweggrund immer das Aufdecken von Missständen ist - insbesondere da es sich um die BILD handelt. Vielleicht denke ich ja auch zu negativ, aber wenn ein Journalist in ein sehr gefährliches Land fährt und über ein sehr brenzliges Thema berichten möchte und dann noch von einer Zeitung bezahlt wird, die bekannt ist für "Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht" - dann wird der Beweggrund vielleicht eher was mit Geld oder Schlagzeilen zu tun hat - und dann kann ich kein wirkliches Mitleid aufbringen.
Bin gern bereit, mich eines besseren belehren zu lassen.