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Alt 05.12.2010, 20:05
PachT PachT ist offline
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Idee Mit diesem GEDICHT begann meine literarische Karriere

Geprägt von meinem Großvater Karl T.,
der mich für seine philosophischen Gedanken von Kindheit an interessierte,
und geprägt von meiner Deutschlehrerin, Frau Charlotte Wunderlich,
die von Anfang an großen Wert auf Rechtschreibung, Grammatik, Ausdruck
und Form legte, schrieb ich dieses, mein erstes Gedicht ...



DIE REISE EINES WEIHNACHTSBÄUMCHENS

In einer stillen Nacht
die Axt am Stamme kracht.
Das Bäumchen schreit laut auf
und kommt aufs Auto drauf.

Das Bäumchen ist ganz matt,
es fährt nun in die Stadt.

Da steht es nicht allein,
es sind noch andre groß und klein.

Da kommt ein Mann in Hast,
der schnell das Bäumchen fasst.

Zuhause ward's ein Spaß,
es ward geschmückt mit Glas,
mit Schokolade und noch mehr,
es ward ein helles Lichtermeer.
___
P. Achim T., Erfurt, 02.12.1956 -
veröffentlicht in einer Erfurter Tageszeitung "DAS VOLK"/ Kinderseite
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

1959 dann gründete ich mein sogenanntes DENK- und SCHREIBLABOR,
das ich bis 2006 gewissermaßen ehrenamtlich führte.
Einige Arbeiten wurden in der Folgezeit bis heute veröffentlicht :



1.
THÜRINGER TAGEBLATT, 21.03.1966 und
LITERAREON Lyrik-BIBLIOTHEK 2009 Band X, S. 185/186
beim Herbert Utz Verlag, München


Hoffnung

Niemand weiß,
dass nach langer Wartezeit
ein Brief
von dir
aus weiter Ferne
meine Einsamkeit
für Stunden hat vertrieben.

Alle glauben,
dass ich glücklich sei,
wenn ich
durch die Straßen gehe
und lächle…
.
Alle glauben,
dass ich sorglos sei,
wenn ich
die Gitarre nehme
und singe…

Alle glauben,
dass ich verträumt sei,
wenn ich
abends im Park sitze
und sinne…

Seit wir uns gesehen,
tritt täglich mir
dein Bild vor Augen …
Und jeder Brief,
der mich von dir erreicht,
erweckt erneut in mir die Hoffnung,
dass wir uns wiederseh’n …
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


2.
THÜRINGER TAGEBLATT, 09.05.1966


VERTRÄUMTE STUNDE

Ich gab mir Mühe,
das Gesicht eines Mädchens
mit einem Lächeln auf seinen Zügen
vorzustellen;
doch das Bild zerrann
nebelhaft
in das gegenstandslose Meer der Träume
überspült von den Wellen.


Eine halbe Stunde schon
hatte ich
in das grüne Netz
der herzförmigen Fliederblätter
geschaut.
“Herz …Herz …Herz”,
wiederholte ich für mich,
das romantische Wort
an die Form der Blätter knüpfend,
vertraut.


Ich war bestrebt,
in mir selbst
Rührung zu erwecken,
in das Wort
das gebührende Gefühl
zu legen;
doch mir sind nur
die ineinander geflochtenen Streifen
der Traumbilder, die Illusion,
geblieben …
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


3.
THÜRINGER TAGEBLATT, 31.10.1966 und
LITERAREON Lyrik-BIBLIOTHEK 2010 Band XI, S. 195/196
beim Herbert Utz Verlag, München


Reife

Nie
habe ich gewusst,
wie sehr
man einen Menschen
lieben kann.
Jetzt
erst kenne ich ihn,
den Wunsch,
ganz in einem DU
aufzugehen.

Noch
kann ich’s nicht fassen,
wie schnell
mein Traum vom Glück sich
erfüllte.
Jetzt,
da du vor mir stehst,
weiß ich,
der Glaube lehrte
mich hoffen.

Ich
werde sie hüten,
sie soll
stets rein und gut sein -
unsere Liebe.
Wir
lassen sie reifen,
wollen
selbst reif werden für das,
was sie uns bringt …

_______________
Texte - © PachT

______________________________

Insgesamt sind bis heute in meinem Archiv:

20 Gedichte, über 40 Parodien und Büttenreden,
über 300 "Gedankenspiele mit Worten anderer" *),
und fast 200 Tagebuchnotizen
[Arbeitstitel "SEELENSCHWINGUNGEN"] *)
enthalten
.

*) Veröffentlicht im Autorenblog bei
http://autorenblog.blog.de/tags/pacht45
__________________
P. Achim T.
"Je primitiver eine PROVOKATION,
desto ertragreicher für den PROVOKATEUR
"
[Gerd W. HEYSE]
... auch bei
www.einladungzupachtsblog.wordpress.com
www.facebook.com/PachT1945

Geändert von PachT (06.12.2010 um 10:25 Uhr)
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lyrik, sprache

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