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Ein paar Gedanken zum Artikel in der heutigen Ausgabe (21.09.10) dieser Zeitung:
„De Maizière zieht positive Bilanz von 20 Jahren Einheit“ Deutsche Einheit ... Wer war darauf vorbereitet? Die Mächtigen der DDR? Die Deutsche Einheit hätten die bestimmt im Bündnis mit der Sowjetunion gern gehabt. Die Mächtigen der Bundesrepublik? H. Schmidt als er sich 1981 im Hubertusstock mit E. Honecker traf? Am 21.12.1989 zitierte der Spiegel im Artikel „DDR-Reise: Es ist schon etwas Besonderes“ H. Schmidt: "Die Ergebnisse", verhieß der Kanzler, "liegen in den Chancen, die eröffnet worden sind." Besonders gut gefiel mir der Artikel im „Manager Magazin“ am 01.07.2010. „Billionentransfers waren einkalkuliert“ vom damaligen Referatsleiter (Thilo Sarrazin) im Finanzministerium der Bundesrepublik. Wer sich dafür interessiert, hier der Link dazu: http://www.manager-magazin.de/politi...703860,00.html Meine Meinung: Die Aufgabe Ost und West zu einer Einheit wieder zusammenzuführen hat man anfangs unterschätzt. So auf die Mitte der 90iger zugehend war zu beobachten, dass da ein Umdenken bei den politisch handelnden Personen und den Unternehmern einsetzte. Klar kristallisierte sich heraus: Einerseits, waren zwangsläufig und sind noch die wirtschaftlichen Strukturen so zu ordnen, dass die deutsche Wirtschaft in einer globalisierenden Welt bei ihrer Rohstoffarmut ihren Platz behaupten kann, den die Bundesrepublik schon vor der Wiedervereinigung einnahm. Das ist eine Aufgabe die ständig und permanent gewaltige volkswirtschaftliche Anstrengungen bedarf. Andererseits entstand aber die Aufgabe, dass die Menschen in Ost und West zu einander finden müssen, dass sie sich nicht als Konkurrenten betrachten im Sinne sich gegenseitig etwas wegnehmen oder als schlechter gestellte Deutsche und besser gestellte Deutsche, je nachdem wo man herkommt. Weder wir im Osten, noch die Menschen im Westen waren im Bewusstsein auf die deutsche Wiedervereinigung ausreichend vorbereitet. Da musste es zwangsläufig zu Verwerfungen kommen in dessen Ergebnis Vorbehalte und Frust entstanden sind. Dieser Prozess, noch lang nicht abgeschlossen, verläuft auch jetzt keinesfalls Widerspruchs und Konflikt frei. Nicht jede politische und wirtschaftliche Entscheidung, nicht jeder Beitrag in den Massenmedien berücksichtigt die Sensibilität dieses wichtigen Prozesses und ist ein Beitrag zur Überwindung des Trennenden. Aber eins kann man inzwischen Feststellen. Das Trennende ist weniger geworden, das Verbindende nimmt immer mehr Gestalt an. Langsam wächst das Vertrauen. Die Freuden hier, sind in der Regel auch die Freuden dort. Die Sorgen hier, sind in der Regel auch die Sorgen dort. |
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