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#1
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Frankfurt/Main (AFP) - "Alternativlos" ist das Unwort des Jahres 2010. Das Wort erwecke sachlich unangemessen den Eindruck, "dass es bei einem Entscheidungsprozess von vornherein keine Alternativen und damit auch keine Notwendigkeit der Diskussion und Argumentation gebe", erklärte die Jury um den Sprachwissenschaftler Horst Dieter Schlosser in Frankfurt am Main.
Zum Artikel: "Alternativlos" ist Unwort des Jahres 2010 |
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#2
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Also, "alternativlos" ist mir eigentlich kein Begriff in Veröffentlichungen.
Eher hätte ich auf "Volksverdummung" getippt. War wohl auch nicht so angenehm.
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"Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen." John Lennon (Album: Double Fantasy 1980) |
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#3
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Zusammenschnitte von POLITIKERREDEN [MDR] belegen die Häufigkeit des Wortgebrauchs ...
Für mich heißt "alternativlos" aus dem MUNDE eines POLITIKERS 1. .. ich habe nicht nachgedacht 2. .. ich weiß nicht weiter oder 3. .. RUHE im SAAL, keine DEBATTEN, nur ich habe recht !!! TRAURIGE BILANZ 2010 !
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P. Achim T. "Je primitiver eine PROVOKATION, desto ertragreicher für den PROVOKATEUR" [Gerd W. HEYSE] ... auch bei www.pacht45.blog.de www.facebook.com/PachT1945 |
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#4
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Eigenartig.
Wenn Alternativlos mit Entscheidungsstarre gleichsetzt wird, dann macht das einen Sinn und wäre nachvollziehbar. Aber wo haben wir Entscheidungsstarre? Wenn man die Parteien reden hört, dann ist diese Starre immer da. Aber nur bei der anderen Partei bzw. den anderen Parteien. Als „Otto-Normal“ finde ich, merkt man von einer Starre, vorallem einer poltischen und wirtschaftlichen Starre wenig. Weil, es gibt wenig was da starr ist. Vieles ist in Bewegung. Wohin, merkt man allerdings immer erst ein bisschen später. Ein paar Beispiele die mir da adhoc einfallen: • Gesundheitsreform, • Rettungsschirm, • Beabsichtigtes gebührenpflichtiges Kindersingen |
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#5
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Ich würde "alternativlos" nicht mit Entscheidungsstarre, sondern mit Entscheidung:Ja, Diskussion: Nein gleichsetzen. So wie es in dem Beitrag auch beschrieben ist. Alternativlos heißt, es gibt keine Alternative, das Thema steht also nicht zur Diskussion.
Das passt all jenen gut ins Bild, die sich sowieso nicht mit politischen und gesellschaftlichen Debatten beschäftigen wollen. |
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#6
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Alternativlos und seine Gleichsetzung mit Entscheidungsstarre kommt aus der Politikverhaltensforschung.
Wer von vornherein meint es sei Alternativlos, ist dieser Starre verfallen. Eigentlich will man, wenn man diesen Begriff verwendet, sich nur wichtig machen. Hintergrund, fehlende Ausbildung. Denn, Alternativlosigkeit gibt es nicht. Wenigstens 2 Möglichkeiten gibt es im Leben immer. Ich finde diesen Begriff gut gewählt, denn er ist ein Schlag ins Gesicht der Wichtigtuer. |
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#7
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Das ist natürlich richtig, aber ich bezweifle, dass das bei den Wichtigtuern auch so ankommt.
Zitat Achim.M : "Es gibt immer wenigstens zwei Entscheidungen im Leben." Was ist mit dem Tod? Der ist wohl schon alternativlos. Ich denke, da gibt es noch einige Beispiele mehr. |
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#8
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Wer sagt denn, dass Alternativen immer positiv sind? Mal angenommen in einer Stadt soll eine Straße gebaut werden. Die Bürger stimmen mit großer Mehrheit dieser Maßnahme zu, da dadurch Lärm,Umweltbelastung reduziert und die Verkehrssicherheit erhöht wird.Alle Varianten wurden geprüft und es hat sich eine Lösung herauskritalisiert. Das notwendige Geld ist vorhanden und die Stadtväter sind auch für den Bau.
Ist nun dieses Vorhaben alternativlos? Formal gesehen nein! Oder gibt es im Interesse der Menschen und der Umwelt keine Alternative zu dem Vorhaben? Das Elend mit der Alternativlosigkeit ist also nicht so einfach zu händeln. Man sollte in die Betrachtung immer bestimmte Umstände mit einbeziehen. |
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#9
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Das ist ein interessanter Einwurf!
Ein anderes Beispiel: Wenn sich jemand umbringen will, dann sieht er sicher diesen Weg auch als alternativlos, ansonsten würde er sicher die Alternative wählen. Alternativlos ist eben eine sehr subjektive Angelegenheit. |
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#10
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@ worker: "Man sollte in die Betrachtung immer bestimmte Umstände mit einbeziehen."
So weit ist der Feststellung zuzustimmen ... Man muss aber den geistigen Hintergrund dazu im Blick haben und da heißt es bei WIKIPEDIA : "Da die Benennung der Wörter und Unwörter des Jahres „in erster Linie als Anregung zu mehr sprachkritischer Reflexion” dient, stellt gerade die kritische öffentliche Diskussion einen Erfolgsfaktor der Juryarbeit dar. Als Mitglied des VEREIN DEUTSCHE SPRACHE (VDS) finde ich es schon gut, dass den POLITIKERN wenigstens einmal im Jahr vor Augen geführt wird, mit welchem VOKABULAR sie versuchen, das WAHLVOLK hinters Licht zu führen ...
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P. Achim T. "Je primitiver eine PROVOKATION, desto ertragreicher für den PROVOKATEUR" [Gerd W. HEYSE] ... auch bei www.pacht45.blog.de www.facebook.com/PachT1945 |
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