Es ist Sommer – Gott sei Dank!

Schwungvolles Sommerkonzert des A Cappella Chores

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© Foto: privat

Fürstenberg (ozm) - Am Sonntag, 1. Juli 2018, lud der A Cappella Chor Fürstenberg zu seinem traditionellen Sommerkonzert in die Christuskirche ein und zahlreiche Gäste folgten – auch trotz des herrlichen Sommerwetters - der Einladung. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche bekam das Publikum abwechslungsreichen Chorgesang gepaart mit hochwertigen Instrumentaleinlagen geboten.
Die Chorleiterin, Marina Solowjewa, spannte in ihrer Liedauswahl den musikalischen Bogen von einem Chorsatz aus dem 19. Jahrhundert ‚Geh aus,mein Herz, und suche Freud‘, in dem Paul Gerhardt den Sommer mit all seinenSchönheiten und Gottesgaben thematisiert, über das freudig stimmende Stück‚Fröhlich wir nun all fangen an‘, das seinen Ursprung bereits im 16. Jahrhundert
hat, bis hin zu zeitgenössischen Liedern. Auf das mitreißende Neue Geistliche Lied ‚Unser Lied soll ein Lob für dich sein‘ folgte in der Mitte des Konzertes das sehr gefühlvolle ‚The music’s always there with you‘ von John Rutter, einem der Lieblingskomponisten des Chores. Ein Chorsatz von Edgar Elgar durfte genauso wenig fehlen: seine gesungene Bitte um göttlichen Beistand ‚Herr, vor dem wir stehen‘ bot der Chor auch bis in die ‚höchsten Höhen‘ überzeugend dar. Einen besonderen Hörgenuss in lateinischer Sprache, aber mit zeitgenössischer Musikuntermalung bescherte dem Publikum der choralartige Chorsatz ‚UbiCaritas‘ von Ola Gjeilo, der an gregorianische Gesänge erinnert und damit vom Klang seiner interessant und teilweise auch dissonant gesetzten Akkorde lebt.
Monty Python’s ‚Always look on the bright side of life‘ aus dem Film ‚Das Leben des Brian‘ brachte eine heitere Atmosphäre in die Christuskirche und wurde von strahlenden Gesichtern und begeistertem Applaus des Publikums gekrönt. Nach diesem schwungvollen Lied mit dem typischen schwarzen britischen Humor ging es eher bedächtig mit einem Schlaflied von Billy Joel weiter, das der Komponist nach der Trennung von seiner Frau für seine Tochter geschrieben hat. Seine melancholischen und ergreifenden Töne rührten einige Zuhörer zuTränen.
Diese gelungenen gesanglichen Darbietungen wurden ergänzt durch überzeugende und qualitativ hochwertige Instrumentaleinlagen. Gerd Mnich z.B. überzeugte mit virtuosem Flötenspiel. Flink bewegten sich seine Finger bei der Sonate in F-Dur von Georg Philipp Telemann über die Löcher seiner Altflöte.
Wenig später wurde er bei der Sonate in D-Moll von Giovanni Maria Bononcini überzeugend fingerfertig von Julia Kuhr an der Sopranflöte verstärkt. Die hohen klaren Töne beider Sopranflöten gaben diesem Stück aus dem 17. Jahrhundert
seine ganz besondere Note. Ebenfalls größten Hörgenuss bescherte dem Publikum Silke von Mansberg, die ihre Geige bei Stücken von Johann Christian Bach (‚Aria cantabile‘) und Oskar Merikanto (‚Valse lente‘) regelrecht zumSingen brachte. Die Leidenschaft, mit der sie ihr Instrument spielte, und die wunderschönen Töne, die sie ihrer Violine souverän entlockte, ließen das Publikum nach beiden Stücken begeistert applaudieren. Corinna Fischer, Heike Jandt und Silke von Mansberg boten danach Tangogenuss vom Feinsten. In einem Streifzug durch die vielfältigen Formen des argentinischen Tango bewegten sie sich auf ihren Geigen überzeugend von Rosendo Mendizabal, über Astor Piazzolla bis hin zu Carlos Gardel.
Wie bereits in den vergangenen Konzerten des A Cappella Chores sang gegen Ende des Konzertes ein Frauen-Trio verschiedene Stücke. ‚Musica dei, donum optimi‘ (frei übersetzt: Musik Gottes, höchstes Geschenk) – dem Komponisten Jerry Estes ist es auf beeindruckende Weise gelungen, seine Bewunderung der Musik Gottes und seine Dankbarkeit für eben deren Existenz klanglich umzusetzen. Das nächste Lied, Annie’s song‘, überzeugte sicherlich nicht zuletzt dadurch, dass es in dem ein oder anderen Gast Erinnerungen an frühereZeiten hervorrief, da es seinen musikalischen Ursprung bei dem bekannten amerikanischen Singer-Songwriter John Denver hat. Auch ‚Fly me to the moon‘ von Bart Howard wird viele Anwesenden an vergangene Jahre erinnert haben und brachte Jazz-Atmosphäre in die Christuskirche. Den krönenden Abschluss der Darbietungen des Frauen-Trios bildete ein überraschend hinzugefügter Musical-Song, den die 6 Sängerinnen seinem Komponisten, Axel Groffmann, widmeten, der im Zuschauerraum saß. Nicht nur er, sondern auch das übrige Publikum, genoss dieses einfühlsam komponierte und zu Herzen gehende Lied. Den schwungvollen Abschluss dieses sehr überzeugenden Konzertes bot wiederum der Gesamtchor mit dem swingenden Spiritual ‚Shine on me‘, in demGott darum gebeten wird, sein Licht immer auf uns leuchten zu lassen. Mit guten Wünschen verabschiedete sich der Chor mit dem Neuen Geistlichen Lied ‚Gottes Segen‘ danach von seinem begeisterten Publikum. Die beiden Zugaben Mah na mah na‘ (aus der Sesamstraße) und ‚Es ist Sommer‘ ließen die Zuhörer strahlend und beschwingt die Kirche verlassen. Vor dem Portal entließ sie der Spalier stehende Chor mit dem Refrain ‚Es ist Sommer – Gott sei Dank‘ in den strahlenden Sonnenschein.

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