Lebensqualität durch Kultur, Sport und Infrastuktur

Münchenbernsdorf verändert sich

Münchenbernsdorf (jüflei.) - Vorbei an malerischen Weidenstämmen wird man an der Landstraße von Schöna und Kleinbernsdorf kommend auf einem kunstvollen Holzschild mit „Willkommen in Münchenbernsdorf“ begrüßt.

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Impressionen aus Münchenbernsdorf

© Foto: jüflei

Der Ort mit seinen etwa 3.190 Einwohnern gehört gemeinsam mit den Nachbargemeinden Kleinbernsdorf, Schöna und der Siedlung Kanada zur Verwaltungsgemeinschaft Münchenbernsdorf.
Nach geschichtlichen Überlieferungen und ersten urkundlichen Erwähnungen soll der Ort zwischen 1150 und 1200 als Siedlung Bernsdorf entstanden sein. „München“ erhielt der später als Marktfleck erhobene Ort wahrscheinlich in Anlehnung an die Familie von Münch, die das Bernsdorfer Schloss und Gut über mehrere Generationen besaß, und als Unterscheidung zu anderen Bernsdörfern.
Das Wasserschloss wurde nach 1965 gegen den Einspruch der Denkmalbehörden abgerissen, nach dem es jahrelang dem Verfall überlassen worden war.
Heute steht von dem alten Schloss nur noch ein Torbogen und ein verbundenes altes Sandsteingebäude in der Schoßstraße, unweit der Bibliothek und der evangelischen Kirche.
Noch bis zur Wende wurde Münchenbernsdorf auch als Teppichstadt bezeichnet, denn bereits1882 mit der Einführung der mechanischen Webstühle und der Eröffnung mehrerer Teppichbetriebe entwickelte sich im Ort eine Teppichindustrie, die etwas später, mit der Eröffnung der Nebenbahn Niederpöllnitz - Münchenbernsdorf, weiteren Aufschwung erfuhr. Auch die beiden Weltkriege führten nur zu kurzen Einschnitten in der Produktion und nach 1945 wurde der Betrieb an den Webstühlen wieder aufgenommen. Zu DDR-Zeiten hatte sich die Teppichindustrie in Münchenbernsdorf zu einem Hauptindustriezweig entwickelt, in dem etwa 2000 Menschen aus Münchenbernsdorf und der Umgebung arbeiteten. Eine Tatsache, die in dem Ort nach der Wende und der weitestgehenden Stilllegung der Betriebe zu einer hohen Arbeitslosenquote führte.
Die Entwicklung der Teppichindustrie hatte aber auch auf die Stadt Auswirkungen, so beeinflusste sie die Stadtentwicklung, indem viele Wohnungen für die Beschäftigten gebaut wurden.
Nach der Wiedervereinigung im Jahre 1990 wurden in der Stadt neue Schwerpunkte gesetzt und Industrie- und Wohnungsbaugebiete erschlossen.
Auch durch die kulturelle und sportliche Entwicklung ist Münchenbernsdorf ein besonderer Anziehungspunkt geworden.
Ständig wird an der Verbesserung der Infrastruktur gearbeitet. Derzeit werden am Schillerplatz einige alte Häuser abgerissen, um an ihrer Stelle Grünanlagen entstehen zu lassen.

 

 

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