Arnstadt (ke) - Neben der PRT Rohrtechnik Thüringen GmbH in Stadtilm und dem Arnstädter Möbelwerk stattete Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig am 2. April auch der Firma STADE Gebäudetechnik in Arnstadt einen Besuch ab.
Gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Eleonore Mühlbauer und dem Bürgermeisterkandidaten Christian Hühn besuchte Wirtschaftsminister Machnig Jörg und Peter Stade in der STADE Gebäudetechnik GmbH.
© Foto: Kerstin EngelmannSeit 2010 führen die Brüder Jörg und Peter Stade das Unternehmen gemeinsam, nachdem sie ihre beiden Handwerksbetriebe unter einem Dach vereint haben. Nun können sie alle Dienstleistungen um Strom, Wasser und Heizung von der Planung bis zur Realisierung aus einer Hand anbieten. Vor Ort informierten sie Matthias Machnig über ihr breit gefächertes Angebot. Der Minister interessierte sich dabei besonders für die Einsparpotentiale, die durch moderne Haustechnik erzielt werden können. „Bei Wasser und Strom ist die Energieeinsparung nicht ganz so einfach. Aber bei der Heizung als größtem Kostenfaktor liegt ein großes Energiesparpotential“, erklärt Jörg Stade. Dafür erstellt die kleine Firma ihren Kunden Wirtschaftlichkeitskonzepte, um zu zeigen, wann sich beispielsweise Investitionen in eine neue Heizungsanlage lohnen. Und auch die Möglichkeit der Steuerung der Gebäudetechnik über das Mobiltelefon sei inzwischen beim Kunden angekommen, so Jörg Stade. Um durch die moderne Technik zusätzlich auch die Energiekosten reduzieren zu können, würde Machnig sich aber mehr variable Stromtarife wünschen.
„Wir verstehen uns als Lösungsanbieter“, fasst Jörg Stade kurz die Philosophie des Unternehmens zusammen. Immerhin kommen 80 Prozent der Aufträge aus Privathaushalten. „Häufig investieren Hausbesitzer noch einmal in moderne Technik, bevor sie ins Rentenalter kommen“, beschreibt Peter Stade eine wichtige Zielgruppe. Aber auch im gewerblichen Bereich ist der Familienbetrieb aktiv.
Allerdings wurden während des Besuches auch Probleme angesprochen. So fällt es den Geschäftsführern zunehmend schwerer, geeignete Auszubildende zu finden. Im Moment bildet das Unternehmen einen Jugendlichen zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik aus. In diesem Jahr sind noch eine Lehrstelle im kaufmännischen Bereich und eine zum Anlagenmechaniker für Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik zu vergeben. Daher werde man sich auch zum diesjährigen Wirtschaftsfrühling präsentieren, denn auch das momentan 17-köpfige Mitarbeiterteam könnte noch Verstärkung gebrauchen. „Wir können gar nicht alle Arbeiten abdecken, da uns einfach die Fachkräfte fehlen“, schildert Jörg Stade das momentan wohl größte Problem.
Eine kleine Führung durch den Ausstellungsbereich rundete den Ministerbesuch ab. Erst im vergangenen Jahr haben die Geschäftsführer in den neuen Firmenstandtort in der Rudolstädter Straße kräftig investiert. Im neuen Ausstellungsraum können sich die Kunden beispielsweise in einer gemütlichen Lounge ihr zukünftiges Traumbad in moderner 3D-Darstellung planen lassen. So wissen sie schon genau, wie die neue Wohlfühloase einmal aussehen wird, bevor überhaupt die Arbeiten daran beginnen.
Noch keine Kommentare vorhanden