Nationalparkleiter Manfred Großmann: „Es war einer der schönsten Tage meines beruflichen Lebens.“

UNESCO-Weltnaturerbe Hainich feiert ersten Geburtstag

Eisenach/Bad Langensalza (co) - Das UNESCO - Weltnaturerbe Hainich feierte am 25. Juni 2012 seinen ersten Geburtstag. Genau ein Jahr zuvor hatte das Welterbekomitee eine etwa 1.500 Hektar große Teilfläche des Nationalparks Hainich zum Weltnaturerbe der „Alten Buchenwälder Deutschlands“ erklärt. Rund 250 Gäste gratulierten „dem Jubilar“ bei einem Festakt im UNESCO-Weltkulturerbe Wartburg. Besonderer Ehrengast war Thüringens Alt-Ministerpräsident Professor Dr. Bernhard Vogel, der in seiner Rede über die vergangenen 20 Jahre von den ersten Diskussionen um einen Nationalpark Hainich Anfang der 1990er bis hin zur Verleihung des Welterbetitels sprach.

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Zirka 300 geladene Gäste kamen zum Festakt auf der Wartburg.

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Der Nationalparkleiter und maßgeblicher Motor der UNESCO-Bewerbung, Manfred Großmann, blickte in die jüngere Vergangenheit. Beispielsweise erwähnte er die entgeisterte Frage eines (unbenannten) Mitarbeiters des Thüringer Umweltministeriums: „Und was soll es bringen, wenn der Hainich Weltnaturerbe ist?“ Mittlerweile sollte sich dieser Mitarbeiter seine Frage sicher selber beantworten können. Manfred Großmann denkt auf den Tag vor einem Jahr so zurück: „Es war einer der Höhepunkte meines beruflichen Schaffens und einer der schönsten Tage meines beruflichen Lebens.“

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Junge Buchenblätter im Nationalpark Hainich

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Mit dem Welterbestatus stehen die einzigartigen Buchenwälder des Nationalparks Hainich unter weltweitem Schutz und auf einer Stufe mit so bedeutenden Stätten wie dem Yellowstone Nationalpark, den Galapagos Inseln oder dem Wattenmeer. Thüringen kann stolz sein auf diesen Nationalpark und dankbar für das enorme Engagement der Initiatoren der UNESCO-Bewerbung. Auf einen Dank des Umweltministers Reinholz für die hervorragende Arbeit der Nationalparkverwaltung, allen voran ihres Leiters Manfred Großmann, warteten die Gäste allerdings leider vergebens.

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Burghauptmann des UNESCO-Weltkulturerbes Wartburg, Günter Schuchardt, und Nationalparkleiter Manfred Großmann (r.)

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Eine UNESCO-Welterbestätte stellt auch für den Tourismus einen ganz besonderen Anziehungspunkt dar. Dass diese Besucherströme auch zum Problem werden können, konnten der Burghauptmann, der seit 1999 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommenen Wartburg, Günter Schuchardt, und Nationalparkleiter Manfred Großmann bestätigen. Die Wartburg wie auch der Nationalpark Hainich werden jährlich von mehreren hunderttausend Gästen besucht. Am Baumkronenpfad, knapp außerhalb der Nationalparkgrenze, wurde am 27. Juni der 1,5-millionste Besucher empfangen. Ein solch hohes Gästeaufkommen muss organisiert und gemanagt werden, wofür im Hainich das geschulte Personal des Nationalparks zur Verfügung steht. Manfred Großmann bedankte sich in seiner Festrede herzlich bei seinen engagierten Mitarbeitern.

Zum Welterbe „Alte Buchenwälder Deutschlands“ gehören neben dem Hainich weitere Flächen im Nationalpark Jasmund, im Müritz-Nationalpark, im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und im Nationalpark Kellerwald-Edersee. Insgesamt sind es rund 4.400 Hektar. Sie erweitern 30.000 Hektar Buchenwälder in der Slowakei und der Ukraine, die bereits 2007 den Welterbestatus „Buchenurwälder der Karpaten“ erhielten.

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