Großes Fußballfest zum 125jährigen Bestehen des SV Roschütz vom 22.-24. Juni

Carl Zeiss Jena gegen SV Roschütz

Gera (pt) - Sichtlich stolz präsentieren Wolfgang Werler und Hans Machold die ersten Verkaufszahlen der Tickets, zum Spiel am 22. Juni gegen den 1. FC Carl Zeiss Jena in gut einer Woche. „Die Hälfte der Karten sind schon im Vorverkauf raus und Anfragen kommen jeden Tag rein“, so der Vereinsvorsitzende Werler. „Weiterhin werden wir nach dem Spiel uns dann die Fußball-EM auf der Großbildleinwand anschauen.“ Neben dem Fußball-Kracher wird sich der komplette Fußballverein am gesamten Wochenende präsentieren.

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Wolfgang Werler (li.) und Hans Machold (re.) freuen sich auf ein großes Fußballfest am kommenden Wochenende und eine tolle 125-Jahrfeier des SV Roschütz.

© Foto: Peter Thiele

Seit 125 Jahren wird im Geraer Ortsteil Roschütz Sport getrieben. Anfänglich begann man mit Turnen, was zur Jahrhundertwende in allen Vereinen quer durch Deutschland sehr beliebt war. Dabei muss man bemerken, dass es kaum Turnhallen gab. So wurde am Barren, den Ringen, auf dem Balken oder mit den Keulen im Freien Sport getrieben. So auch in Roschütz. Als März 1933 die Nazis die Macht in Deutschland ergriffen, hatte das Folgen für freie Sportvereine. So auch für den Roschützer Verein, der schon im Juni 1933 verboten wurde. Die zwei Vereinsfahnen blieben, dank eines unbekannten Roschützer Bürgers, von der Vernichtung verschont, sind aber in schlechtem Zustand und können nicht im Vereinsgebäude aufgehängt werden. „Wir versuchen für die Investition einer neuen Vereinsfahne Spenden zu sammeln, aber es dauert sehr lange ehe man als Verein das Geld von 4.500 Euro zusammen hat.“, erzählt Hans Machold, der sich zuletzt um die Historie des SV Roschütz eher zufällig bemühte.
Um finanzielle Unterstützung von 1.000 Euro für das große Sportereignis von der Stadt Gera zu erhalten, musste der Verein einige Nachweise erbringen. So auch den schriftlichen Eintrag der Gründung des SV Roschütz, doch den gab es seitens des Vereins gar nicht.
„So kam bei Recherchen im Reußischem Staatsarchiv in Greiz und Altenburg heraus, dass wir seit dem Jahr 1887 existieren.“, so Hans Machold.
Zu DDR-Zeiten formierte sich der Verein unter dem Namen BSG Chemie Roschütz. Nach der Wende nahm der Verein den Namen SV Roschütz an. Die vergangenen Jahre setzte man sehr stark auf die Ausbildung des Fußballnachwuchses. In der ersten Mannschaft spielen fast nur Eigengewächse, welche seit der C-Jugend dabei sind. Die familiäre Atmosphäre, die freiwillige Einbindung der Spielerfrauen und Eltern in organisatorische Angelegenheiten schweißen uns zusammen.“, schwärmt Vorsitzender Wolfgang Werler.
„Wir sind jetzt noch ein Spiel vom Aufstieg aus der Regionalklasse in die Landesklasse entfernt. Wenn wir das schaffen, können wir eine beeindruckende Bilanz vorweisen. Innerhalb weniger Jahre konnten wir uns aus der Stadtliga hocharbeiten und haben dabei fünf mal den Kreiligapokal gewonnen.“, erzählt Werler stolz. „In den zwei Jahren in der Regionalklasse, haben wir mit der ersten Männermannschaft auch gleich zwei mal den Regionalpokal holen können.“

Am ereignisreichen Wochenende 22.-24. Juni wird das ganze kräftig gefeiert. Am Freitag um 18 Uhr ist Anpfiff zum Spiel gegen den 1. FC Carl Zeiss Jena. Danach wird die Fußball-EM im Festzelt Live übertragen. Karten (VVK 5 Euro) zum Spiel können im H35 in Gera gekauft werden.
Am Samstag beginnen die Fußballspiele um 10 Uhr mit der F-D Jugend, um 13 Uhr folgt die A-B Jugend und um 15 Uhr wir ein Abschiedsspiel von Torwart Sandro Zimmare gegen die Eurotrink Kickers angepfiffen. Der stellt eine eigene All-Star Mannschaft auf die Beine, welche mit Spielern aus Vereinen der Region bestehen wird. Gegen 20 Uhr wird dann eine große Party gefeiert. Am Sonntag klingt das Wochenende zu einem Frühschoppen dann aus. Weitere Infos finden Se auf www.sv-roschuetz.de.

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