Gera (pt) - Bei strahlendem Sonnenschein fand in Gera das 4. Hofwiesenparkfest auf dem ehemaligen Buga-Gelände statt. Mit über 30.000 Besuchern auf den zahlreichen Veranstaltungs- und Aktionsflächen war das Fest dann auch sehr gut besucht.
Die vielen Geraer Vereine präsentierten sich im ganzen Parkbereich und begeisterten Kinder und Erwachsene. Bis weithin waren die Lenk-Flugdrachen und Windspiele von Elbwind sichtbar. Gleich daneben konnte man den Modellflugverein Gera/Eisenberg bei den Flugvorführungen zuschauen und die kleinen und großen Flieger bestaunen. Die ausgestellte WILKA war zum Beispiel größer als ein Kleinkind und maß etwa zwei Meter Flügelspannweite. Ferngesteuerte Modellautos in der Nähe des Haupteingangs zogen meist erwachsene Männer in den Bann. Dort röhrten die benzin- oder elektrobetriebenen Autos über den Platz. Schanzen ließen diese geländetauglichen Modelle weit und hoch springen, ohne das diese daran Schaden nahmen. Diese Vorführungen ließen so einige Männerherzen höher schlagen.
Im Stadion der Freundschaft fand ein Rugby-Turnier statt, welches jeder kostenlos besuchen konnte. Hier kämpfte die Mitteldeutsche-7er Liga des Eastern Province Rugby Club Gera e.V. um Punkte.
Für Kinder war das Hofwiesenparkfest ein bisschen wie das Paradise. Alle paar Meter gab es etwas Neues zu entdecken, zu erforschen und zum Austoben. Im Spiele-Oval war der riesige aufblasbare Rutschdrache die Hauptattraktion. Hier bildeten sich an beiden Tagen lange Schlangen davor. In den gut 1,70 Meter großen Rollerballs fand jeweils ein Kind Platz und das Rollen über die Matten war ein riesiger Spaß.
Indianer aus Leipzig ihr Lager in Richtung Untermhaus aufgeschlagen und performten einige traditionelle Powwow-Tänze in ihrem Tippidorf. Gleich daneben tanzten die Bolo Tie Line Dancers aus Gera und testeten die Hofwiesenparkbesucher mit Hufeisenwerfen.
Die Elster machten die TSV Zwötzener Kanuten unsicher; auch Besucher konnten sich daran beteiligen. Einige Meter entfernt präsentierte sich der Schiffsmodellsportverein TGA Gera mit Schiffen mit und ohne Antrieb, vom Segelschiff bis zum modernen Kampfschiff in allen Größen.
Musikalisch war pausenlos etwas auf den drei Bühnen „Untermhaus", „Veolia" und „Wicher Newmusicschool" etwas geboten. Mit elektronischen Sounds vom Altenburger Club Alwo im Rücken, konnte auf dem Beachvolleyballplatz gespielt oder getanzt werden.
Damit keiner von „den Leisten" fiel, gab es unzählige Verkaufsstände mit leckeren Köstlichkeiten wie Krapfen, Fischbrötchen, der Original Thüringer Roster oder Eis. Besonders fielen die Bowlestände auf, welche mit vielen Fruchtcocktails etwas Südseefeeling aufkommen ließen.
Das lang erwartet Ballonglühen am Abend wurde wegen starken Windes nur darauf beschränkt, das man die Gasflammen zeitgleich zündete. Auf ein großes Höhenfeuerwerk verzichtete man in diesem Jahr, was aber auch niemand vermisste. Viele kleinere dezente Licht- und Pyroeffekte rundeten das Fest ab.
Das 4. Hofwiesenparkfest war ein tolles Erlebniswochenende für Familien, die jungen und älteren Generationen. Ohne die Hilfe der vielen regionalen Vereine und deren Mitglieder wäre es längst nicht so erlebnisreich abgelaufen.
Vielleicht ist es auch ein Zeichen an die Stadt, noch stärker in Vereine und die Jugend zu investieren. Steckt dort doch sehr viel Potenzial und Engagement für Gera, wenn man nicht am falschen Ende spart. Passend hierzu die eigentlich im Scherze gesagten Worte eines Besuchers am Spieloval: „Die Zukunft von Gera liegt in den Händen der Kinder, verärgert sie nicht!"
Wir freuen uns jetzt auf das 5. Hofwiesenparkfest.
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4. Hofwiesenparkfest erfolgreich
© Peter Thiele
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