Die zwei Oberbürgermeister-Kandidaten Dr. Viola Hahn (parteilos) und der amtierende Dr. Norbert Vornehm (SPD) treten am 6. Mai zur Stichwahl an.

Oberbürgermeisterwahl im Endspurt

Gera (dh) - „Nach der Wahl ist vor der Wahl“. Trifft ein so umgemünzter Ausspruch aus dem Sport die OB-Wahl in Gera? Für alle sehr überraschend gewann Frau Dr. Hahn am 22. Mai den ersten Wahldurchgang mit deutlichen 47,6 Prozent. "Mit diesem Erfolg haben mein Team und ich in keiner Weise gerechnet. Es ist eine große Freude, dass die Geraer Bürger einen Politikwechsel für Ihre Stadt gewählt haben. Der Wille ist klar erkennbar, wieder positiver über unsere Stadt zu denken und positiv mit ihr umzugehen. Vor allem zeigt es - die Menschen, die hier leben und arbeiten, wollen eine Politik, die der Stadt Gera dienlich ist.", so eine strahlende Dr. Viola Hahn. Amtsinhaber Dr. Vornehm kam auf insgesamt 29,7%. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,6% - da ist noch Luft nach oben.

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Die Siegerin des 1. Wahldurchgangs bei der Geraer Oberbürgermeisterwahl in Gera, Frau Dr. Viola Hahn, gibt nach Bekanntwerden der ersten Ergebnisse und dem überraschend hohen Stimmanteils ein erstes Interview am Offenen Kanal in Gera.

© Foto: Peter Thiele

Gebannt saßen viele Geraer Einwohner am Wahlabend vor den Fernsehgeräten und verfolgten live über den Offenen Kanal Gera den Ausgang der OB-Wahl. Dr. Ulrich Porst (parteilos) kam auf 19,9% und Sebastian Belovari (parteilos) auf 2,8% der Wählerstimmen. Damit stimmten am 22. April 70,3 Prozent der Wähler für einen neuen Kurs und einen Wechsel an der Spitze im Geraer Rathaus.

Der Amtsinhaber, der als letzter der OB-Kandidaten im OK Gera ankam, äußerte seine Enttäuschung zur Wahl, griff aber sogleich wieder an und tat den ersten Schritt in der zweiten Wahlkampfrunde.

„Mit mir wird es in Gera vorwärts gehen. Das andere Lager steht für einen Schritt zurück.“, so Dr. Vornehm in der Live-Sendung. „Ich will weiterhin den bisherigen Weg gehen und Gera in eine moderne Zukunft führen.“ Frau Dr. Hahn konnte sich zum Abschluss der Liveübertragung nochmals äußern. „Der erste Erfolg war ein gutes Barometer für uns, jedoch aber kein Grund für eine Ruhepause. Eine Stichwahl bietet jedem Kandidaten neue Chancen. Die Wähler können sich für ihren oder einen neuen Kandidaten entscheiden. Wir werden wieder bei null Stimmen anfangen und die Bürger Geras für einen Wechsel an der Rathausspitze begeistern. So wie bisher kann es nicht weitergehen.“, erklärt Frau Dr. Hahn.

Die von verschiedenen Seiten im weiteren Wahlkampf geforderte Fairness, schien am Montag kein Gehör gefunden zu haben. Auf verschiedenen tagesaktuellen Internet - Plattformen zeigte sich besonders, dass die „Verliererseite“ sehr dünnhäutig reagierte und aggressive Äußerungen zur Wahl verlauten ließ. Nach gut einer Woche scheinen sich die Emotionen beruhigt zu haben. In den politischen Lagern bereitet man sich auf die Stichwahl am 6. Mai vor. Gemessen an den Statistiken der letzten Wahlen, rufen Stichwahlen nicht mehr Bürger an die Wahlurnen. Nur, wer glaubt schon einer Statistik? Es steht nach wie vor zur Debatte: Die Geraer Bürger haben es in der Hand, die Geschicke der Stadt Gera für die nächsten sechs Jahre mit ihrer Stimme selbst zu bestimmen oder den Kopf in den Sand zu stecken.

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