Gera (pt) - Das Projekt „HOLZ" steht für - Handeln, Orientieren, Lernen und Zukunft. Finanziert vom Thüringer Wirtschaftsministerium aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und von der Arge Gera, hat das Arbeitsförder- und Berufsbildungszentrum Otegau als Projektträgergesellschaft junge Leute geschult und begleitet. Ziel des Projektes „HOLZ" war, dass Jugendliche durch Kunst in die Arbeitswelt integriert werden.
Zur Abschlussveranstaltung konnte neun Teilnehmern das Abschluss-Zertifikat überreicht werden. Die teilnehmenden Gäste der Veranstaltung, darunter auch der Geraer Bürgermeister Norbert Hein und weitere Ortsteilbürgermeister, dankten den jungen Künstlern für Ihre hölzernen Skulpturen. Das Fazit des Projektes zog die Geschäftsleiterin der OTEGAU Roswitha Schmeller: „Leider gelang es nicht bei allen Teilnehmern, ein entsprechendes Interesse zu wecken, aber für die, die dabei geblieben sind, hat es sich gelohnt und Spaß gemacht." Insgesamt wurden in den vergangenen drei Jahren 140 Jugendliche betreut und über 200 Holzskulpturen geschaffen. Neben kleinen Kunstwerken entstanden auch Figuren und Installationen, die mittlerweile auf der Spielwiese Gera-Röpsen, im Tierpark oder am Radwanderweg Bad Köstritz stehen.
Marcus Malik, einer der Betreuer, welcher auch als künstlerischer Leiter tätig war, begleitete den drei Jahre dauernden Kurs und fand die Arbeit mit den Jugendlichen äußerst interessant. „Es war immer spannend, etwas mit den Teilnehmern zu besprechen und zu sehen, was dabei herauskommt. Vor allem auch, wie sich einige Persönlichkeiten verändert haben."
Projekt „HOLZ" wird nach drei Jahren beendet
© Peter Thiele
Die HOLZ-Teilnehmer kamen aus der Arbeitslosigkeit oder aus der Schule, bezogen Hartz IV, manche kamen gar aus dem Gefängnis. Das Projekt eignete sich hervorragend dazu, die jungen Menschen wieder in die Berufswelt zu integrieren. Das Erlernen der alltäglichsten Dinge, wie früh aufstehen, mit anderen Menschen arbeiten und die dazu notwendigen Regeln einer Zusammenarbeit befolgen, gehörten ebenso dazu. Auch wenn man überwiegend mit Holz gearbeitet hat, bedeutete das nicht, dass es auch in der Zukunft so sein wird. So arbeitet einer bald in der Bundeswehr, eine findet eine neue Lehre oder es gibt auch Jugendliche, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen wollen.
Ob und wann es eine Neuauflage für dieses Projekt oder ein ähnliches geben wird, konnte Otegau Geschäftsführerin Roswitha Schmeller noch nicht sagen.
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