Tierisch was los zum großen Jubiläum am 1. Juli im Geraer Tierpark

50 Jahre Waldzoo

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Löwenpaar Amos und Kibali

© Foto: Peter Thiele

Geschichte
Im Martinsgrund stand schon viele Jahre ein kleines Haus, welches 1736 vom Ratsförster Spörl als städtisches Holzauktionshaus errichtet worden war, später dessen Umfeld von der Bevölkerung für Festlichkeiten oder auch nur Ausflüge ins Grüne genutzt wurde.
Als im Jahre 1961 die am Ausgang des Martinsgrunds entspringende Quelle durch Geraer Handwerksfirmen neu gestaltet wurde, entstand die Idee zur Nutzung des Grundes (4,5 Hektar) für Erholungszwecke. Im April 1962 erfolgte der Spatenstich für ein erstes Tiergehege. Hier zogen Rehe, Rot – und Damwild ein.

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Der Streichelzoo ist die erste Station nach dem Eingang und bei Kindern sehr beliebt.

© Foto: Peter Thiele


1968 wurde das Gelände auf 12 ha erweitert und eine Verwaltungsbaracke errichtet, sowie die Außenumzäunung fertig gestellt. 1972 wurde die heute noch vorhandene Eingangszone, sowie die Parkflächen am Dahliengarten in Betrieb genommen. Die Stele eines Muffelkopfes am Eingang des Martinsgrund (von A. Späthe) wurde zum Wahrzeichen des Tierparkes, welcher nun für den Besuch Eintrittsgeld abverlangte.
Die heutige Parkeisenbahn wurde 1975 als Pioniereisenbahn in Betrieb genommen. Die Akku betriebene Lok muss eine 800 m lange Strecke, drei Brücken, sieben Weichen und eine Steigung von 2,9 Prozent überwinden. Sie hat damit noch heute die steilste Strecke aller Parkeisenbahnen in Deutschland.

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Der Wiesent lebt im Waldzoo und ist das größte europäische Landsäugetier. Bullen wiegen bis zu einer Tonne und werden bis zu 3,30 m lang. Wurde schon in der freien Natur ausgerottet. Heute leben wieder wilde Wiesente in polnischen Gebieten.

© Foto: Peter Thiele


Der Bau der Wisent-Anlage erfolgte 1976 und zwei Jahre später erfolgte die Einweihung einer Raubtieranlage, die zunächst mit einem Amurtiger aus dem Leipziger Zoo besetzt wurde. 1979 wurde ein großzügiges Wirtschaftsgebäude mit Werkstatt, Garagen und Futterküche in Betrieb genommen. Als interessante Neulinge wurden 1982 zwei Elche angeschafft, welche mittlerweile für die nicht einfache, aber gute Nachzucht bekannt ist.
Im September 1991 herrschte große Aufregung, denn der in Gera gastierende Zirkus “Hein” schenkt dem Tierpark zwei hier geborene Löwen-Baby’s, welche mit der Flasche großgezogen werden mussten.

Nach 50 Jahren

Heute hat es der Waldzoo nicht einfach. Die Kosten trägt zum Großteil die Stadt Gera und die ist, wie jeder weiß, knapp bei Kasse. Der Förderverein „Freunde und Förderer des Tierparks Gera e. V.“ gründete sich 1991 kurz nach der Wende und unterstützt seit dem so gut es ihm möglich ist, diesen einmaligen und erholsamen Ort in Gera. Auch gibt es viele Einwohner, deren Spenden es erst ermöglichen, Modernisierungsarbeiten vorzunehmen. So konnte am 7. Juli 2011 mit 60.000 € (zum Großteil Spenden) das neue Raubtiergehege für die beide neuen Löwen Amos und Kibali übergeben werden.
Das aktuelle Projekt des Fördervereins ist der Umbau des Luchsanlage. Dieses sollte zu Pfingsten 2012 eingeweiht werden. Nach dem Abriss wurde jedoch bekannt, dass der Umbau sich aufgrund einer Planänderung, zugunsten einer größeren Anlage, verzögert. Zudem wurden zahlreiche Bäume gefällt, um eine bessere Lichtdurchflutung zu erzielen. An Hand der Baupläne lässt sich erahnen, wie groß der Neubau werden wird. Zudem wird ein festes Gebäude gebaut, welches mehrere Boxen enthält. Heute beherbergt der Waldzoo zirka 500 Tiere, welche sich in 60 Arten unterteilen. Darum kümmern sich 16 Mitarbeiter und vier Auszubildende.

Jubiläumsfeier

Am 1. Juli 2012 wird das 50jährige Bestehen groß gefeiert. Von 9 Uhr bis 18 Uhr können sich alle Besucher auf vielfältige Unterhaltung einstellen. So kann man zum Beispiel den Waldzoo mit den modernen Segways erkunden. Sie können auch mit der Parkeisenbahn fahren oder bei der Waldschänke zu Musik und einem kühlen Bier an der Bühne entspannen. Weiterhin wird der Holzkünstler Marcus Malik mit seinen Kettensägen wieder verschiedenste Motive aus Baumstämmen „schnitzen“. Mittelalterlich geht es am Besuchermagneten „Bauernhof“ zu. Hier werden die Ritter vom „Volk von Caraslan“ e.V. ihr Lager aufschlagen. So können sich Kinder und Erwachsene unter anderem in deren Lager im Schwertkampf oder Bogenschießen versuchen. Weitere Informationen finden Sie auf www.unser-waldzoo-gera.de.

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