Gera (pt) - „Das edelste VIOLETT Sachsens - Amethyst aus dem Erzgebirge“ präsentiert das Museum für Naturkunde der Otto-Dix-Stadt Gera ab Dienstag, 26. Juni. Mit dieser neuen Kabinettausstellung öffnet das Schreibersche Haus nach kurzer Schließung wieder seine Pforten. Die Schau vereint cirka 50 Exemplare, die das Museum aus drei Privatsammlungen für die Exposition zusammenstellen konnte.
Der violette Quarz verdankt seinen Namen dem griechischen Wort „amethystos“. Das bedeutet so viel wie „vor Trunkenheit bewahren“. Über den Mythos seiner Entstehung hinaus ranken sich noch viele phantasievolle Sagen um den wegen seiner zeitlosen Farbigkeit seit Jahrtausenden beliebten Edelstein.
Zwar gibt es weltweit viele Vorkommen des edlen Minerals, jedoch beleuchtet die Geraer Schau ausschließlich einen Teil der zahllosen Fundpunkte im Erzgebirge. Dieses Mittelgebirge hebt sich im europäischen Maßstab auch durch seine zahlreichen Fundstellen von Amethyst hervor. Der daraus resultierende Reichtum beeinflusste die wirtschaftliche Entwicklung Sachsens, denn schon im 15. Jahrhundert ließen die Kurfürsten gezielt nach dem violetten Bodenschatz suchen. Die Erkundung der Fundgebiete erhielt einen hohen Stellenwert und selbst die Gesetzgebung im Bergbau wurde rationalisiert, um einen zügigen Abbau zu ermöglichen. Ganze Wirtschaftszweige, wie das Steinschleifwesen, wuchsen damals beträchtlich.
Den meist gangförmig vorkommenden Amethysten entlockt vielfach erst eine geschickte Bearbeitung ihre ganze Schönheit. Große Stücke des Materials müssen erst geschnitten und geschliffen werden. Seltener sind unter den sächsischen Amethysten Exemplare, die in Hohlräumen frei ausgeformte Kristalle ausbilden konnten.
Das Museum für Naturkunde erwartet seine Besucher – wie alle Geraer Museen – dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 11.00 bis 18.00 Uhr.
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