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Erfahrungen mit der Ansiedlung eines Kleinunternehmens

„So etwas brauchen wir nicht in Gera“

Gera (sk) - Im Jahre 2006 wurde die Firma Steinkunst gegründet. Kerngeschäft ist die Herstellung und der Vertrieb von Zierelementen für die Haussanierung. Die Firma mit Sitz in Haynsburg, Sachsen-Anhalt, wächst schnell. Zunächst erweitern Brunnen und Artikel zur Gartendekoration das Sortiment, dann kommen Zaunelemente und Terrassendielen dazu. Der Umsatz steigt 2010 auf 200.000 Euro und 2011 auf 500.000 Euro. In diesem Jahr soll die ein Millionen Euro Umsatz-Marke geknackt werden.

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Die Firma Steinkunst bietet Verzierungen, Säulen aus Stein und Beton, Springbrunnen für Parks oder Gärten an und  für viele Bauunternehmen, private Handwerker und Baumärkte einer der ersten Ansprechpartner in Deutschland.

 

© Foto: Steinkunst

Durch persönliche Kontakte der Firmenleitung nach Gera möchte man sich auch in dieser Stadt niederlassen. Eine geplante Erweiterung am alten Standort ist räumlich nur begrenzt realisierbar. Kontakte zur Wirtschaftsförderung der Stadt Gera wurden geknüpft, um eine geeignete Gewerbefläche zu pachten oder zu erwerben. Die Nähe zum Hofwiesenpark scheint günstig, immerhin stehen hier Flächen leer.

Das Zukunftskonzept „Steinkunst 2015“ wird erarbeitet. Darin enthalten ist ein Personalkonzept, bei dem zunächst fünf neue Stellen geschaffen werden sollen. Zuerst soll die Firma etabliert werden, dann ein Lager aufgebaut, eine eigene Produktion gestartet werden. Im vierten Schritt sollen Künstler aus der Region in Steinmetz- und Designprojekte eingebunden werden.

Niederlassungsleiter Andreas Fredrich versucht, den direkten Weg zur Rathausspitze zu gehen. Der amtierende Oberbürgermeister Dr. Vornehm ist trotz mehrerer Anläufe nicht zu sprechen. Über den Umweg der allgemeinen Unternehmer-Sprechstunde kann das Konzept dann nach Wochen doch noch vorgestellt werden. Das Gespräch wird ein Desaster. In der halben Stunde spricht vor allem Dr. Vornehm. Die Firma entspräche nicht seinem Sinn von Ästhetik. Produkte, wie die der Firma Steinkunst, könne man in Italien oder Spanien ausstellen. „So etwas brauchen wir nicht in Gera.“ Eine Unterstützung seitens der Stadt könne nur erfolgen, wenn es um die Schaffung von Arbeitsplätzen ginge. Genau dieses Konzept liegt in genau diesem Moment vor dem OB auf dem Tisch. Er hatte es wohl nicht gelesen.

Die Firma Steinkunst orientierte sich daraufhin nach Markkleeberg. Schon auf die erste Anfrage hin wurde durch die Wirtschaftsförderung eine passende Gewerbefläche angeboten. Am neuen Standort siedelten sich drei weitere Firmen an. Auch profitierten örtliche Baufirmen von der Ansiedlung, da regelmäßig fünf Mitarbeiter die Fassaden von Steinkunst installieren.

Trotz allem hält die Firmenleitung am Standort Gera fest und gründete die Niederlassung im Juli 2011 in der Berliner Straße. Die Verlegung des Hauptsitzes in die Stadt ist laut Andreas Fredrich vorstellbar, wenn die Voraussetzungen stimmen. Im Zuge der Firmenerweiterung soll von bisher drei Mitarbeitern in Gera auf 20 erhöht werden.

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6 Kommentare

Sowas hässliches wie in Tinz bereits vorhanden ist Braucht Gera wirklich nicht! Und wie oft will man diesen sinlosen müll noch irgendwo schreiben. Meiner meinung nach dürfte man sowas nicht fördern ......
von Steinkunst am 06.05.2012
Ich kann den Wahrheitsgehalt bestätigen. Ich war dabei. Aber wie schon gesagt Gera ist eine tolle Stadt mit tollen Menschen und wir werden helfen Sie noch schöner und toller zu ......
von Steinkunst am 06.05.2012

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