(rgz) - Rund 120.000 Haare trägt der Mensch durchschnittlich auf dem Kopf. Da blonde Haare besonders dünn sind, ist ihre Zahl im Vergleich zu den dickeren roten Haaren deutlich größer - etwa im Verhältnis 150.000 zu 90.000. Welche Farbe die Haare haben, wie stark und wie sie beschaffen sind, darüber entscheiden vor allem die Erbanlagen. Aber auch mit der richtigen Pflege lässt sich ihre Struktur maßgeblich beeinflussen.
Das gilt vor allem im Winter, wenn trockene Kälte draußen und trockene Wärme drinnen das Haar stumpf werden lassen. In der kalten Jahreszeit sollte man ihm deshalb vor allem Feuchtigkeit zuführen. Das kann passieren, indem man die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung erhöht oder das Haar mit speziellen und regelmäßigen Kuren versorgt. Ein Feuchtigkeitsfluid kann das Haar zusätzlich unterstützen. Hitze, die beim Styling verwendet wird - sei es per Föhn, per Glätteisen oder per Lockenstab -, trocknet das Haar im Winter zusätzlich aus. Auf die maximale Hitze sollte man beim Föhnen deshalb nun verzichten und das Haar nicht dauerhaft mit dem Glätteisen bearbeiten. Schlimmstenfalls kann es dadurch sogar zu Haarbruch kommen. Stumpfes Haar oder Haarbruch lassen sich also relativ leicht vermeiden. Wird das Haar aber insgesamt schütterer oder entstehen gar kahle Stellen, hat man es mit Haarausfall zu tun. "Während Geheimratsecken und Glatzenbildung bei Männern in den meisten Fällen anlagebedingt sind, leiden Frauen eher unter diffusem Haarausfall, bei dem das Haupthaar insgesamt lichter wird", erklärt Dr. rer. nat. Susanne Maria Trumm, Mitglied der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft. Auslöser können Hormonschwankungen, Eisenmangel, Stress, Infektionen oder eine Fettunterversorgung sein. Bei vielen Frauen macht sich das Problem erstmals in den Wechseljahren bemerkbar.
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