Rhön (ck/fh) - Erstmals ist ein Buch erschienen, das alle 29 in Deutschland vorkommenden Fledermausarten anhand ihres Schädelbaus beschreibt. Es entstand unter maßgeblicher Mitwirkung von Joachim Jenrich, Diplom-Biologe und Mitarbeiter der Hessischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Rhön.
Das Buch „Fledermausbestimmungsschlüssel nach Schädelmerkmalen“, herausgegeben vom Biosphärenreservat Rhön und dem Verein für Naturkunde in Osthessen (VNO), schließt eine wissenschaftliche Lücke. Verfasst wurde es von Paul Walter Löhr aus Grünberg-Mücke, Dr. Henning Vierhaus aus Erwitte (Lippstadt), Dr. Franz Müller aus Fulda und dem Diplombiologen und Mitarbeiter des Biosphärenreservats Rhön Joachim Jenrich. Bisher gibt es lediglich in italienischer Sprache ein vergleichbares Buch, das sich aber auf die mediterranen und alpinen Arten beschränkt. In der Rhön kommen 14 Fledermausarten vor. Mit Pionierstolz stellten die Beteiligten das Werk im Umweltzentrum Fulda vor.
„Ein gutes Werk, das vom Fachpublikum erwartet wird”, nannte der VNO-Vorsitzende Jörg Burkard das Buch. „Mit diesem Buch soll gearbeitet werden.“ Das Wissen über Fledermäuse spiele heute besonders im Zusammenhang mit der Genehmigung von Windkraftanlagen eine große Rolle, da Fledermäuse besonders sensibel auf die Windräder reagieren und durch sie gefährdet werden.