Förster helfen Wild in Not

Für sinnvolle Hegemaßnahme entschieden

Finsterbergen (hs) - Im Thüringer Forstamt Finsterbergen wird seit wenigen Tagen in den Hochlagen des Thüringer Waldes das Rotwild gefüttert.

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Dieser junge Hirsch mit Rudel erreicht unter den riesigen Schneemengen keine Bodenäsung mehr. © Forstamt Finsterbergen

Bedingt durch die inzwischen wochenlang extrem hohe Schneelage kommt das Hochwild nicht mehr an die natürliche Bodenäsung, es muss zwangsläufig hungern. Jetzt werden dem Rotwild an rund einem Dutzend Fütterungsstandorten getrocknetes Heu, saftige Rüben und nährstoffreiche Kastanien gegeben. „Die Tiere nehmen das Futterangebot reichlich an und verbessern damit deutlich ihren Gesundheitszustand“, so der Leiter des Forstamtes Finsterbergen, Forstdirektor Dr. Horst Sproßmann. Gemäß Thüringer Jagdgesetz darf Rotwild nur in den Wintermonaten frühestens ab 15. Januar gefüttert werden. In Anbetracht der außerordentlichen Witterungsbedingungen hat sich das Forstamt, in Abstimmung mit den zuständigen unteren Jagdbehörden, für diese nicht nur jagdethisch und wildbiologisch, sondern auch forstwirtschaftlich sinnvolle Hegemaßnahme entschieden. Deshalb darf jetzt schon im Dezember Hilfe für den „König der Wälder“ geleistet werden. Die Grünröcke aus Finsterbergen bitten Wintersportler und Wanderfreunde bei den jetzigen Witterungsverhältnissen möglichst „naturnah“ Ihrer Passion zu frönen und das Wild nicht unnötig durch lautes Rufen oder Schreien zu beunruhigen. Auch sollten die Loipen nicht verlassen werden um die wichtigen Wildruhezonen nicht zu gefährden. Das Aufsuchen oder gar Belagern von Fütterungseinrichtungen im Wald ist streng untersagt.

 

 

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