Meiningen (tk) - Für den geplanten Wiederaufbau der Kirche in Walldorf bei Meiningen sind bereits zahlreiche Spenden und Hilfsangebote bei der evangelischen Gemeinde eingegangen. Neben den 1.000 Euro, die Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht bei einem Vor-Ort-Termin übergeben hatte und den 20.000 Euro, die vom Landkreis Schmalkalden-Meiningen kamen, spenden auch viele Privatpersonen und andere Kirchgemeinden. Außerdem habe nun auch die zuständige Versicherung grünes Licht für den Wiederaufbau gegeben.
Spenden und Versicherungsgeld ermöglichen den Wiederaufbau der Walldorfer Kirche.
© Foto: Tina Kwiatkowski / ArchivbildDemnach könne die Gemeinde Walldorf damit rechnen, dass der bei dem Brand der Kirche entstandene Millionenschaden vollständig von der Versicherung übernommen wird. Eine Sofortzahlung über 200.000 Euro werde bereits veranlasst. Damit können dringend notwendige Arbeiten finanziert werden.
Pfarrer Heinrich Freiherr von Berlepsch hat unterdessen dazu aufgerufen, historischen Sandstein und Pflastersteine für den Wiederaufbau zu spenden. Nach Mitteilung der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland würden mehrere Raummeter Sandsteinquader gebraucht. Der Walldorfer Pfarrer wolle außerdem brandgeschädigtes Material wie Eichenbalken, die in der neuen Kirche keine Wiederverwendung finden werden, für Kunst-Projekte zur Verfügung stellen.
Die mittelalterliche Kirche von Walldorf war vor zwei Wochen durch einen Brand fast vollständig zerstört worden. Das Kirchenschiff brannte bis auf die Grundmauern nieder. Der Glockenturm wurde so stark beschädigt, dass die hölzerne Turmhaube abgehoben und die vier Glocken geborgen werden mussten. Sie wurden inzwischen öffentlich zugänglich gemacht und dienen der Walldorfer Gemeinde als Trauerort. Wie es zu dem verheerenden Brand kommen konnte, ist weiterhin unklar.
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