Ohrdruf (ständer/mdk) - Die Stadt Ohrdruf konnte jetzt zwei historische Ölgemälde bei einem Internetauktionshaus erwerben. Dargestellt sind: Susanna A. Steuding geb. Baumbach, geboren am 4.8.1723 in Wipperoda, gestorben am 26.1.1788 in Ohrdruf und deren Ehemann Johann Hieronymus Steuding, geboren am 16.1.1720 in Petriroda, gestorben am 24.10.1775 in Ohrdruf.
Die Bürgermeisterin und der Leiter des Ohrdrufer Museums, Peter Cramer, präsentieren die beiden Ölgemälde, die jetzt im Museum der Stadt ihren Platz gefunden haben.
© Foto: privatSteuding war nicht nur Forstmeister in Ohrdruf, er war auch Gastgeber im „Weißen Ross“. Einem Stadtplan aus jener Zeit konnte entnommen werden, dass das Gasthaus „Weißes Ross“ auch zu jener Zeit seinen Standtort in der Ohrdrufer Waldstraße hatte und ein beliebter Rastplatz für Reisende in Richtung Nürnberg, Erfurt und Magdeburg war. Die Portraits zeigen anschaulich die Mode zu Johann Sebastian Bachs Zeit in der Stadt Ohrdruf. Die Bürgermeisterin Marion Hopf hat die Bilder an den Leiter des Ohrdrufer Museums übergeben. Wie Museumsleiter Peter Cramer gegenüber der Hallo-Redaktion mitteilte sind die Ölgemälde in den Bestand des Museums aufgenommen worden und haben in den „Barockräumchen“ im Westflügel des Museums eine würdigen Platz gefunden. Aufmerksam auf die Bilder wurden die Ohrdrufer durch einen Hinweis vom Öhringer Heimatverein, mit dem schon eine langjährige Verbindung besteht. „Wenn unser Museum die Gemälde nicht erworben hätte, die Öhringer wären dann tätig geworden, zumal die Herren von Hohen Lohe dazumal die Erben der Burgen Gleichen und der Stadt Ohrdruf waren“, sagte Cramer weiter. Mit diesen Gemälden der Steudings könne auch ein Brückenschlag in die heutige Zeit vollzogen werden, denn Nachkommen des Johann Hieronymus Steuding wohnen in Petriroda. Der Museumsleiter hat mit diesen schon Verbindung aufgenommen, um gemeinsam zu schauen, inwieweit und ob der Stammbaum auf das Ehepaar Steuding hinweist. Weiterhin interessant ist, dass das Museum über eine Kopie eines Gemäldes verfügt, das den einzigen Sohn eines der Herren Hohen Lohe zeigt, der einst auf dem Schloss Ehrenstein geboren wurde.
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