Gotha (tt) - Einmal an einer Olympiade teilzunehmen, vielleicht eine Medaille erkämpfen das ist der Traum eines jeden Spitzensportlers. Für den Judonachwuchs des FSV Gotha und der SSG Wechmar war am vorigen Samstag Gotha Olympiastadt und die „Arnoldisporthalle“ in der Eschleber Straße Austragungsort der 2. Mini-Olympiade.
Dabei sein, Spaß am Kämpfen haben und die bunt gemischten Mannschaft lautstark nach vorne treiben wollten insgesamt 64 Mädchen und Jungs von 6-12 Jahren. Aufgeteilt in acht Mannschaften, galt es nun die Länder zu losen, für die jede Mannschaft antreten sollte. Mit Japan, Frankreich, Brasilien, Spanien, Russland, Schweden und natürlich Deutschland waren einige große Judonationen, mit Kuba aber auch ein erfolgreicher Judozwerg angetreten, um den diesjährigen Mini-Olympiasieger zu ermitteln.
Die Stimmung war auf jeden Fall olympiareif, Eltern, Großeltern, Betreuer, Trainer und die Mannschaftskameraden pushten ihre Schützlinge zu wahren Heldentaten. Anthony Menger zum Beispiel vertrat trotz fehlender Pfunde seine Mannschaft im Schwergewicht. Gegen den knapp 20 Kilo schwereren Leon Kühmel setzte er sich genauso durch, wie gegen Lukas Darr der immerhin noch 8 Kilo mehr auf die Waage brachte. Spannend war das Duell zwischen Schweden und Kuba. Nach acht Kämpfen stand es mit 4:4 und jeweils 37 Unterpunkten unentschieden zwischen den beiden Ländern. Nun wurden noch einmal drei Gewichtsklassen ausgelost und wie heißt es so schön: „Man trifft sich immer zweimal im Leben“. So konnte Tina Schuchhardt (Kuba) im zweiten Aufeinandertreffen Emin Alekperzade (Schweden) schlagen. Im zweiten Kampf drehte der Schwede Jannik Prokoph gegen Elwin Alekperzade das Ergebnis aus dem Hinkampf. So dass am Ende der Sieg von Andreas Schmick gegen Jan Brendel für Schweden die knappe Entscheidung brachte. Als Trost blieb den kleinen Kubanern trotz der Niederlage der Einzug ins Halbfinale. Dort trafen Japan auf Kuba und Schweden auf Russland. Nach spannenden Kämpfen standen für das Finale Japan und Russland fest. Kuba und Schweden erreichten jeweils die Bronzemedaille. Die Japaner und Russen kannten sich schon aus der Vorrunde, in der die Japaner mit 4:3 knapp die Nase vorne hatte. Gleich im ersten Kampf konnte Svenja Vogel einen wichtigen Punkt für Japan sichern, der in der ersten Partie noch an Russland ging. Als André Färber Sandy Grimm aufs Kreuz legte deutete sich ab, das wohl Japan das Rennen machen würde. Das Mutterland des Judo hatte vor allem in den höheren Gewichtsklassen noch Trümpfe im Ärmel. Mit 5:3 siegte Japan am Ende gegen die starken Russen und sicherte sich so den Olympiasieg. Zur Nationalhymne Japans durften die kleinen Olympioniken dann ihre verdienten Siegerpokale in Empfang nehmen. Mit leeren Händen ging keine Mannschaft nach Hause, auch die in der Vorrunde ausgeschiedenen Mannschaften erhielten Teilnehmermedaillen und für alle Kämpfer gab es zur Stärkung am Ende noch eine leckere Pizza.
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