SPD Stadtverband Uslar

Schluss mit der Versalzung von Werra und Weser - SPD fordert schnell eine umweltverträgliche Entsorgung

Uslar (usj) - Uslars Sozialdemokraten erklären sich solidarisch mit der Werra-Weser-Anrainer-Konferenz, die Front macht gegen die weitere Versalzung der Flüsse durch die Abwässer der Kaliindustrie.

Bild anzeigen

.

© Junginger

Dazu der Stadtverbandsvorsitzende Dr. Hermann Weinreis nach einem Vorstandsbeschluss vom 12.02.15: „Einig war sich der Vorstand vor allem darin, dass der Verzicht von K+S auf die Salzkavernen im Stadtgebiet um Offensen zwar ein wichtiger Erfolg im Interesse unserer Bürgerinnen und Bürger ist, aber nicht das Ende der Diskussion vor Ort markieren darf. Aus ökologischer Verantwortung im Blick auf den Zustand unserer Gewässer und aus Solidarität mit den Werra-Weser-Anliegern, werden wir uns weiterhin zu Wort melden und sehen auch die Stadt Uslar in der Pflicht - nicht zuletzt aus touristischen Gründen. Wir begrüßen die Ablehnung des Vierstufenplanes von K+S und hessischem Um-weltministerium durch die niedersächsische Landesregierung, der geltendem EU-Recht, und insbesondere den Zielen der Wasserrahmenrichtlinie, widersprach.“ Bezeichnend für diese Art der Entsorgungspolitik sei die Tatsache, dass in Phase II des Planes „zur zukünftigen Entlastung der Werra der Bau einer Ergänzungsleitung an die Oberweser“ vorgesehen war, die von 2020 bis 2060 betrieben werden sollte. Als erledigt betrachten die Uslarer Sozialdemokraten auch die wirtschaftlich nicht zumutbare und ökologisch unsinnige Pipelinelösung zur Nordsee.
In der SPD-Stellungnahme heißt es weiter: „Wir fordern statt dessen die sofortige Prüfung von zukunftsfähigen Entsorgungsverfahren, wie das Eindämpfen der Abwässer und die Zurückführung aller festen Abfälle in die Salzstollen, damit die Salzhalden nicht über viele hundert Jahre Bestandteil der Landschaft bleiben. Eine solche Machbarkeitsprüfung ist jetzt auch von den SPD-Bundestagsabgeordneten aus den Weser-Wahlkreisen angemahnt worden. Wir unterstützen deren Kompromisslinie, die verbunden ist mit dem Appell an den Konzern, den Sorgen der Bürger endlich Rechnung zu tragen und die Verweigerungshaltung gegenüber technischen und wirtschaftlichen Alternativen aufzugeben.“
Der Vorsitzende abschließend: „Es muss Schluss sein mit den Versuchen, die Lösung des Problems der Salzfrachten auf Unterlieger oder auf unabsehbare Termine der fernen Zukunft zu verschieben.“

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken

Weiterführende Links zum Thema

Anzeige

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder